Singapurisches Team entdeckt neue Strategie zur Heilung chronischer Wunden
2026-01-26 15:23
Quelle:Nanyang Technological University (NTU)
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Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Nanyang Technological University (NTU Singapore) hat einen wichtigen Fortschritt bei der Behandlung chronischer Wunden erzielt und eine Methode entdeckt, die eine schnellere Heilung fördert, insbesondere bei Wunden, die mit antibiotikaresistenten Bakterien infiziert sind.

Wissenschaftler haben herausgefunden, warum manche Wunden offen bleiben und wie eine einfache Anpassung der Behandlung ihnen helfen kann, wieder zu heilen.

Chronische Wunden wie diabetische Fußulzera werden weltweit immer häufiger und betreffen jährlich etwa 18,6 Millionen Menschen. Sie heilen aufgrund anhaltender Infektionen oft nur schwer und können sogar zur Amputation der unteren Gliedmaßen führen. In Singapur gibt es jährlich über 16.000 solcher Fälle, wobei ältere Menschen und Diabetiker besonders gefährdet sind.

In Zusammenarbeit mit der Universität Genf in der Schweiz hat das Forschungsteam aufgezeigt, wie Enterococcus faecalis (E. faecalis) die normale Heilungsfunktion menschlicher Hautzellen stört, indem es reaktive Sauerstoffspezies (ROS), insbesondere Wasserstoffperoxid, freisetzt. Diese Erkenntnis durchbricht die traditionelle Ansicht, dass Bakterien nicht nur auf Toxine angewiesen sind, sondern auch über Stoffwechselprozesse die Wundheilung behindern.

Das Team bestätigte experimentell, dass die Blockade des extrazellulären Elektronentransfer (EET)-Stoffwechselwegs von E. faecalis die Wasserstoffperoxid-Produktion signifikant reduziert und so die Migrations- und Heilungsfähigkeit der Hautzellen wiederherstellt. Darüber hinaus konnte auch die Behandlung von gestressten Hautzellen mit Katalase den Zellstress effektiv senken und die Wundheilung fördern.

„Unsere Entdeckung zeigt, dass der Stoffwechsel der Bakterien selbst eine Waffe ist“, sagte der Co-Leiter der Studie, Associate Professor Guillaume Thibault. „Wir konzentrieren uns nicht mehr darauf, die Bakterien mit Antibiotika abzutöten, sondern darauf, sie zu neutralisieren, indem wir ihre schädlichen Produkte blockieren und die Wundheilung wiederherstellen.“

Das Forschungsteam schlägt vor, dass in Zukunft Wundauflagen entwickelt werden könnten, die mit Antioxidantien wie Katalase angereichert sind, um die Heilung chronischer Wunden zu fördern. Da Antioxidantien bereits weit verbreitet und gut verstanden sind, könnte dieser Ansatz den Weg von der Laborforschung zur klinischen Anwendung schneller ebnen.

Veröffentlichungsdetails: Titel: „Wissenschaftler entdecken, warum manche Wunden sich weigern zu heilen.“, erschienen in: ScienceDaily, 20. Januar 2026, Zeitschrifteninfo: Science Daily

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