Forscher der Anglia Ruskin University (ARU) in Großbritannien haben die erste akademische Übersichtsarbeit abgeschlossen, die sich auf Bambus als Nahrungsmittel konzentriert, und dabei verschiedene potenzielle gesundheitliche Vorteile von Bambus aufgedeckt. Die Studie zeigt, dass der Verzehr von Bambus zur Regulierung des Blutzuckerspiegels, zur Verringerung von Entzündungen, zur Unterstützung der Verdauungsgesundheit und zur Bereitstellung von Antioxidantien beitragen könnte.

Bambus wächst schnell, China und Indien sind die Hauptproduzenten, und Bambussprossen sind in der asiatischen Küche weit verbreitet. Die Übersichtsarbeit zeigt, dass Bambussprossen nährstoffreich sind, reich an Proteinen, Ballaststoffen, essentiellen Aminosäuren sowie verschiedenen Mineralien und Vitaminen wie Selen, Kalium und Thiamin.
Humanstudien deuten darauf hin, dass Bambussprossen die Stoffwechselgesundheit verbessern, zur Blutzuckerkontrolle beitragen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken könnten. Die Ballaststoffe in Bambus können die Darmfunktion verbessern, und Laborstudien haben auch festgestellt, dass sie das Wachstum nützlicher Bakterien fördern und so die Darmgesundheit unterstützen. Darüber hinaus können Verbindungen in Bambus die Bildung giftiger Chemikalien hemmen, was gekochte Speisen sicherer macht.
Die Übersichtsarbeit weist jedoch auch auf potenzielle Sicherheitsrisiken beim Verzehr von Bambus hin. Einige Bambusarten enthalten cyanogene Glykoside; roher Verzehr oder unsachgemäße Zubereitung kann die Freisetzung von Zyanid verursachen. Bambussprossen können auch Verbindungen enthalten, die die Produktion von Schilddrüsenhormonen stören und das Risiko für Kropfbildung erhöhen. Diese Risiken können jedoch durch richtiges Vorkochen vermieden werden.
Der leitende Autor, Professor für öffentliche Gesundheit an der ARU, Lee Smith, erklärte: „Bambus wird in einigen Teilen Asiens bereits häufig verzehrt und hat großes Potenzial, zu einer gesunden, nachhaltigen Ergänzung der globalen Ernährung zu werden – aber er muss richtig zubereitet werden.“ Er wies auch darauf hin, dass Bambus das Potenzial hat, ein „Superfood“ zu werden, aber die derzeitige Forschung begrenzt ist und mehr qualitativ hochwertige Humanstudien erforderlich sind.
Veröffentlichungsdetails: Titel: „Wissenschaftler überdenken Bambus als starkes neues Superfood“, erschienen in: ScienceDaily, 16. Januar 2026, Zeitschrifteninfo: Science Daily













