Südafrika erkundet Wege zur Transformation von Kohle-Assets und treibt den Übergang von Bergbauregionen zu Zentren für Landwirtschaft und erneuerbare Energien voran
2026-02-24 16:30
Quelle:The Conversation
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Während sich die globale Energielandschaft schrittweise verändert, steht Südafrika vor der Herausforderung, seine Kohleindustrie zu transformieren. Das Land bezieht derzeit noch 74 % seines Stroms aus Kohle und verfügt über etwa 108 Kohleminen, 14 Kohlekraftwerke sowie spezielle Kohleverschiffungshäfen. Um das Netto-Null-Emissionsziel für 2050 zu erreichen, muss Südafrika die Kohle schrittweise auslaufen lassen, gleichzeitig aber negative Auswirkungen auf Arbeiter und Gemeinden vermeiden.

Studien zeigen, dass die direkte Schließung von Minen und Kraftwerken erhebliche wirtschaftliche Folgen hätte. Die südafrikanische Kohlebranche bietet direkt über 100.000 Arbeitsplätze und schafft indirekt Tausende weitere. Ohne Planung könnten diese Arbeitsplätze verloren gehen. Die Forschung von Sandeep Pai und Jennifer Broadhurst zeigt, dass Kohleinfrastruktur in neue Zentren für Landwirtschaft und erneuerbare Energien umgewandelt werden kann, um einen gerechten Übergang zu ermöglichen.

In Südafrika gibt es bereits Pilotprojekte für die Nachnutzung von Kohleressourcen. Am Standort des Kohlekraftwerks Grootvlei wird ein klimasmartes Gartenbauzentrum errichtet, das die Minenflächen für den Anbau von Feldfrüchten und die Ausbildung landwirtschaftlicher Fähigkeiten nutzt. Erneuerbare-Energien-Hubs nutzen das bestehende Straßen-, Schienen- und Stromnetz, um die Produktion sauberer Energie und die Stromspeicherung zu unterstützen. Solche Transformationen müssen als Teil regionaler Strategien erfolgen, die den koordinierten Wandel von Minen, Kraftwerken, Bahnstrecken und Häfen vorantreiben.

Der Wandel schreitet jedoch nur langsam voran. Der politische Rahmen ist rechtlich nicht bindend, und dem staatlichen Energieversorger Eskom fehlen ausreichende Mittel. Die Internationale Partnerschaftsgruppe hat zwar Zusagen in Höhe von rund 14,3 Milliarden US-Dollar gemacht, doch sind die Genehmigungsverfahren komplex, und die Mittel erreichen die Projekte vor Ort nicht rechtzeitig. Ein Pilotprojekt von Glencore zeigt, dass mit aufbereitetem Grubenwasser Winterweizen auf sanierten Flächen angebaut werden kann, was das Potenzial post-minerischer Landschaften verdeutlicht. Ehemalige Bergbaustandorte eignen sich auch für den Anbau von Industriekulturen wie Hanf und Kenaf, die die Entwicklung von Textil-, Bau- und Bioenergieindustrien unterstützen können.

Forscher weisen darauf hin, dass ein wirklich gerechter Übergang sicherstellen muss, dass die betroffenen Arbeiter und Gemeinden wirtschaftlich und sozial davon profitieren, um vergangene Ungleichheiten nicht zu verschärfen.

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