Internationales Forschungsteam entwickelt neuartigen kohlenstoffbasierten Katalysator
2026-02-27 16:30
Quelle:University of Bath
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Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der University of Bath hat einen neuartigen kohlenstoffbasierten Katalysator entwickelt, der mithilfe von Sonnenlicht die in der Umwelt weit verbreiteten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) abbauen kann. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „RSC Advances“ veröffentlicht und bieten einen neuen technologischen Ansatz zum Nachweis und zur Entfernung dieser „ewigen Chemikalien“.

Grafische Darstellung des katalytischen Abbauprozesses von PFAS

PFAS werden aufgrund ihrer extrem stabilen chemischen Eigenschaften häufig in Produkten wie wasserabweisender Kleidung und Kosmetika eingesetzt, sind aber in der Natur nicht abbaubar und reichern sich langfristig im menschlichen Körper und in der Umwelt an. Das Forschungsteam kombinierte einen kohlenstoffnitridbasierten Katalysator mit einem mikroporösen Polymer namens PIM-1. Das Polymer reichert die PFAS-Moleküle an, und der Katalysator zersetzt sie unter Lichteinwirkung in Kohlendioxid und Fluoride.

Die Studie wurde von Professor Frank Marken vom Fachbereich Chemie der University of Bath geleitet. Beteiligt waren auch die Universidade de São Paulo, die University of Edinburgh und die Swansea University. Fernanda COL Martins, Erstautorin der Studie, die während eines Praktikums an der University of Bath an dem Projekt mitarbeitete, sagte: „PFAS werden in vielen Produkten verwendet, von wasserabweisender Kleidung bis hin zu Lippenstift, reichern sich aber im menschlichen Körper und in der Umwelt an. Unser Projekt kombiniert einen einfach herzustellenden kohlenstoffbasierten Katalysator mit PIM-1 und erhöht so die Effizienz des PFAS-Abbaus.“

Der Katalysator funktioniert gut unter neutralen pH-Bedingungen und ist daher für natürliche Umgebungen geeignet. Neben dem Abbau von PFAS kann die Technologie auch zur Identifizierung von mit „ewigen Chemikalien“ kontaminierten Gebieten genutzt werden, indem die freigesetzten Fluoride nachgewiesen werden. Professor Marken wies darauf hin: „Derzeit ist der Nachweis von PFAS sehr schwierig und erfordert teure Geräte in spezialisierten Laboren. Wir hoffen, dass diese Technologie in Zukunft in tragbaren Sensoren eingesetzt werden kann, um außerhalb des Labors Gebiete mit hohen PFAS-Konzentrationen in der Umwelt zu erkennen.“

Die Technologie befindet sich derzeit noch im Prototypenstadium. Das Forschungsteam sucht nach Industriepartnern, um die Produktion zu skalieren.

Veröffentlichungsdetails: Autoren: Fernanda COL Martins et al., Titel: „Intrinsic Microporous Polymer (PIM-1) Enhanced Degradation of Perfluorononan-1-ol over Graphitic Carbon Nitride (gC₃N₄)“, veröffentlicht in: RSC Advances (2026). Zeitschrifteninformation: RSC Advances

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