Die selbstbalancierende Brückenverlegemaschine ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Schreitwerk-Brückenverlegemaschine. Dank der Hauptträger-Fachwerkkonstruktion, mehrerer hydraulischer Stützbeine und der PLC-Schwerpunkt- und Neigungsüberwachung kann sie ohne Gegengewicht selbstständig über die Stützweite fahren. Sie wird hauptsächlich für das Verlegen von vorgefertigten T-Trägern, kleinen Kastenträgern und U-Trägern im Autobahn- und Stadtschnellstraßenbau sowie im städtischen Schienenverkehr eingesetzt. Sie kann gerade Brücken, schiefe Brücken, Kurvenbrücken sowie Brücken mit großen Längs- und Querneigungen verlegen und unterstützt das Verlegen in beide Richtungen, ohne dass die Maschine gewendet werden muss.
Hauptkomponenten der Maschine
- Metallkonstruktion: Doppel-Fachwerk-Hauptträger (Q355B-Hochfestigkeitsstahl, verschraubt mit Bolzen), vorderes Stützbein, mittleres Stützbein, hinteres Stützbein, vorderes Hilfsstützbein (Kernkomponente der Selbstbalancierung), oberer Querträger;
- Hubeinrichtung: Zwei Hubkatzen für das Anheben, Längsverschieben und Querverschieben der Träger mit der gesamten Maschine; Randträger werden in einem Arbeitsgang positioniert;
- Schreitwerk-System: Abwechselndes Anheben – Schreiten – Absenken der Stützbeine; beim Schreitwerk-Überfahren ist keine lange Längsverfahrschiene auf der Brückenfahrbahn erforderlich;
- Hydrauliksystem: Unabhängige hydraulische Hub- und Nivellierfunktion für jedes Stützbein, maximaler Arbeitsdruck 31,5 MPa;
- Elektrik und Sicherheitsüberwachung: PLC + Frequenzumrichter, Neigungs-, Druck- und Wegaufnehmer zur Echtzeitüberwachung von Schwerpunkt, Neigung und Stützbeinreaktionskräften der gesamten Maschine; ausgestattet mit vollständigen Endschaltern, Windgeschwindigkeitsmesser, Not-Aus und Drehmoment-Sicherheitsüberwachungssystem.
Kernvorteile
- ✅Echtes selbstbalancierendes Überfahren der Stützweite: Kein Gegengewicht erforderlich, kein Andrücken mit dem Transportwagen; der Transportwagen kann nach der Trägerlieferung direkt zum Lagerplatz zurückkehren, was die Effizienz erhöht;
- ✅Hohe Anpassungsfähigkeit an komplexe Einsatzbedingungen: geeignet für Längsneigung ≤5 %, Querneigung ≤5 %, schiefe Brücken bis maximal 45°, kleine Kurvenradien ab 260 m;
- ✅Verlegung in beide Richtungen möglich, kein Wenden der gesamten Maschine erforderlich; kann Tunnel durchfahren und direkt am Tunnelportal Träger verlegen;
- ✅Randträger werden durch Querverschieben der gesamten Maschine in einem Arbeitsgang positioniert, kein zweiter Umsetzvorgang erforderlich;
- ✅Schneller Auf-, Abbau und Umsetzen: modulare Bolzen- und Schraubverbindungen, weniger Transportfahrzeuge und geringerer Personalbedarf;
- ✅Schreitwerk-Vorwärtsbewegung: Das mittlere Stützbein bewegt sich nicht über lange Distanzen auf der bereits verlegten Trägerfläche, was die Brückenfahrbahn weniger belastet.
Anwendungsbereich
Autobahnen, städtische Hochstraßen, städtische Schienenverkehrstrassen; Verlegung von vorgefertigten kleinen Kastenträgern, T-Trägern und U-Trägern; komplexe Baustellen wie Straßenquerungen, Flussquerungen und Tunnelportale.
⚠️ Abgrenzung: 900-Tonnen-Hochgeschwindigkeitsbahn-Brückenverlegemaschinen sind meist kombinierte Transport- und Verlegemaschinen und gehören nicht zu dieser Kategorie der selbstbalancierenden Schreitwerk-Brückenverlegemaschinen.









