Der Portalkran wird umgangssprachlich auch als Portalhubwerk oder Portalkran bezeichnet. Die Struktur ähnelt der eines Brückenkrans, wobei der Brückenkran auf den Konsolen der Werkshalle montiert ist; der Portalkran stützt sich hingegen auf zwei Beinen ab und verfährt mit dem Kranfahrwerk auf Bodenschienen. Er wird häufig in Freilagern, Materiallagern, Fertigteilwerken, Häfen und Trägerwerken eingesetzt.
Hauptklassifikationen
- MH-Typ Elektroseilzug-Portalkran (Einträger-Portalkran) Einzelner Hauptträger + Elektroseilzug, für kleine und mittlere Traglasten, 5–32 t, kostengünstig; erhältlich mit Fachwerk- oder Kastenträger; geeignet für Stahllager und Fertigteilwerke.
- Bauform: Fachwerk- oder Kastenträger; optional mit Auslegern (beidseitig über den Hauptträger hinausragend, zur Erweiterung des Arbeitsbereichs).
- MG-Typ Zweiträger-Portalkran Doppelter Kastenträger, mit Hubwerk-Katze, für große Traglasten, 16–500 t, hohe Steifigkeit und hohe Arbeitsklasse; für schwere Bauteile und Brücken-/Trägerwerke. Der Trägerhebekran gehört zur MG-Serie als Spezial-Portalkran für große Traglasten.
- ME-Portalkran mit zwei Hubwerken: Zwei Hubkatzen, geeignet für das synchrone Heben überlanger Bauteile.
- MGL-Reifen-Portalkran: Schienenlos, verfährt auf Reifen, auch als Reifen-Trägerhebekran bezeichnet.
- Explosionsgeschützte, Container- und Werft-Portalkrane sind branchenspezifische Sonderausführungen.
Gesamtaufbau
1. Metallstruktur: Hauptträger, starres Bein, flexibles Bein, Endträger, optional mit linkem/rechtem Ausleger; 2. Hubwerk: MH mit CD/MD-Elektroseilzug; MG mit Hubwerk-Katze; 3. Kranfahrwerk: Radfahrwerke verfahren auf Bodenschienen; Reifenversion mit hydraulischen Reifen-Fahrwerken; 4. Elektrische Ausrüstung: Steuerschrank, Handsteuerung / Funkfernsteuerung / Fahrerkabine, optional mit Frequenzumrichter.
Vor- und Nachteile
✅ Vorteile: Keine Halle erforderlich, direkter Einsatz im Freien; Ausleger möglich, großer Arbeitsbereich; breites Traglastspektrum. ⚠️ Nachteile: Im Freien stark windanfällig, daher müssen Windgeschwindigkeitsmesser, Schienenklemmvorrichtungen und Windschutz-Keilvorrichtungen installiert werden; hohe Anforderungen an das Schienenfundament.
Anwendungsbereiche
Stahlmärkte, Fertigteilwerke, Lagerplätze, Häfen, Trägerwerke und Montagebaustellen der Schwerindustrie.













