Dank der im Rahmen der US-amerikanisch-britischen Zollverhandlungen vereinbarten Präferenzbehandlung hat der britische Aluminiumproduzent Alvance British Aluminium kürzlich eine Kapazitätssteigerung von 10 % erreicht und erfolgreich den Zugang zum bislang schwer zugänglichen US-Markt erlangt.
Das Werk des Unternehmens in Fort William, Schottland, verfügt über eine Jahreskapazität von 48.000 Tonnen und beschäftigt 200 Mitarbeiter. Das Werk nutzt eigene Wasserkraft zur Stromerzeugung, was stabile Energiekosten und damit eine wettbewerbsfähige Betriebsführung trotz Strompreisschwankungen ermöglicht. Die Produkte werden hauptsächlich an die Automobil- und Luftfahrtindustrie geliefert.
Die USA erheben seit 2026 einen Zollsatz von 50 % auf Stahl und Aluminium aus aller Welt, doch Großbritannien konnte durch Verhandlungen einen ermäßigten Satz von 25 % aushandeln. Tom Uppington, Geschäftsführer von Alvance British Aluminium, erklärte, dass die Zollermäßigung es dem Unternehmen ermöglicht habe, erstmals in den US-Markt einzutreten. Derzeit exportiert das Werk etwa die Hälfte (24.000 Tonnen) seiner Jahresproduktion an US-Kunden.
Diese Entwicklung spiegelt auch die Anpassungen in der globalen Aluminiumlieferkette wider. Die GCC-Staaten im Nahen Osten produzieren zwar jährlich über 6 Millionen Tonnen Aluminium, doch geopolitische Risiken unterstreichen den Wert einer diversifizierten Versorgung. Der Fall der Kapazitätserweiterung von Alvance zeigt, wie Handels- und Energiepolitik gemeinsam das internationale Wettbewerbsumfeld gestalten.









