Die deutschen Unternehmen Ionysis und EKPO Fuel Cell Technologies sowie das slowenische Unternehmen ReCatalyst haben kürzlich im Rahmen des von der Europäischen Innovationsrat (EIC) geförderten Projekts Enabler den ersten PFAS-freien Wasserstoff-PEM-Brennstoffzellenstapel erfolgreich gebaut und in Betrieb genommen. Dieser Brennstoffzellenstapel verwendet vollständig PFAS-freie Komponenten, einschließlich Membran, Elektrodenionenpolymer und Gasdiffusionsschicht, und markiert damit den Schritt des PFAS-freien Materialsystems vom Laborkonzept zur praktischen Anwendung.
In Einzelzellentests erreichte die katalysatorbeschichtete Membran bei einer Spannung von 0,65 V eine Stromdichte von bis zu 2 A/cm², was der Leistung einer PFSA-basierten Referenzzelle entspricht. Stefan Dwenger, Geschäftsführer von EKPO, erklärte: „Die Ergebnisse zeigen, dass PFAS-freie Materialsysteme nicht länger nur ein Laborkonzept sind, sondern eine wichtige Option für zukünftige Brennstoffzellengenerationen.“
PFAS werden aufgrund ihrer wasser- und ölabweisenden Eigenschaften, die sie zu ‚ewigen Chemikalien‘ machen, häufig in Wasserstofftechnologien wie Brennstoffzellen und Elektrolyseuren eingesetzt. Diese Substanzen sind in der Umwelt schwer abbaubar, und EU-Beschränkungen für einige PFAS werden im Oktober dieses Jahres in Kraft treten. Da es derzeit nur wenige kommerzielle Alternativen für Wasserstoffanwendungen gibt, bietet dieser Durchbruch der Branche neue Lösungsansätze.
Das Enabler-Projekt erhielt eine Förderung von 2,5 Millionen Euro vom EIC. ReCatalyst lieferte den Katalysator, Ionysis die katalysatorbeschichtete Membran, und EKPO war für den Zusammenbau und Betrieb verantwortlich. Das Projekt demonstriert das Potenzial PFAS-freier Brennstoffzellentechnologie, regulatorischem Druck und Umweltanforderungen zu begegnen, und könnte so zur nachhaltigen Entwicklung der Wasserstofftechnologie beitragen.









