Die UK Atomic Energy Authority (UKAEA) und das Energietechnologieunternehmen Eni gaben bekannt, dass das kanadische Unternehmen Kinectrics als Design- und Herstellungspartner für die H3AT Tritiumkreislaufanlage ausgewählt wurde. Die Anlage, die auf dem Culham Campus in Oxfordshire angesiedelt ist und voraussichtlich 2028 fertiggestellt sein wird, soll nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2030 die weltweit größte und technologisch fortschrittlichste Anlage für den Tritiumbrennstoffkreislauf werden und die Entwicklung von Tritiumtechnologien für Fusionskraftwerke vorantreiben.
Kinectrics verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Tritiumverarbeitung, die Systemtechnik, Sicherheitskonformität, vertikal integrierte Lieferung und das Management von Tritiuminfrastruktur umfasst. Dieses Fachwissen ergänzt die Fusionsforschungsfähigkeiten der UKAEA und die Erfahrung von Eni im Bau von Industrieanlagen im großen Maßstab.
Die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Tritium ist ein entscheidender Schritt für die Brennstoffversorgung und Stromerzeugung zukünftiger Fusionskraftwerke. Kinectrics wird die UKAEA und Eni dabei unterstützen, Kern-Tritiumverarbeitungstechnologien zu entwickeln und zu integrieren, darunter Atmospheric Detritiation Systems (ADS), Water Detritiation Systems (WDS) sowie hochleistungsfähige, abgedichtete Handschuhkastengeräte.
Sarah Clark, Leiterin der Abteilung für Tritiumbrennstoffkreislauf bei der UKAEA, sagte: „Die richtigen Partner sind für den Erfolg von H3AT entscheidend. Die Erfahrung von Kinectrics in den Bereichen Tritium und Fusion bereichert unsere Ressourcen. Diese internationale Zusammenarbeit wird die Entwicklung des Culham Campus fördern und die Position Großbritanniens als Zentrum für Fusionsenergieforschung und -entwicklung festigen.“
Francesca Ferrazza, Leiterin des Magnetfusionsprogramms bei Eni, wies darauf hin: „Diese internationale Kooperation unterstreicht die Bedeutung der H3AT-Anlage, indem sie führende Experten zusammenbringt, um die Schlüsselziele im Tritiumbrennstoffkreislauf zu erreichen. Sie spiegelt das anhaltende Engagement von Eni für die Industrialisierung der Fusionsenergie wider.“
Nisa Halsey, Vizepräsidentin für Nuklearanlagen bei Kinectrics, betonte: „Mit dem Wachstum der Fusionsindustrie wird die H3AT-Anlage zu einer entscheidenden Grundlage für die Optimierung des Fusionsbrennstoffkreislaufs werden. Als Ausrüstungshersteller für die Spaltungsindustrie verfügt Kinectrics über umfangreiche Erfahrung in der Lieferung komplexer Isotopenverarbeitungssysteme, gestützt auf strenge Ingenieurs- und Fertigungsexpertise.“









