Die Chicago Transit Authority (CTA) hat am 20. März eine Klage beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Distrikt von Illinois eingereicht und beschuldigt die Trump-Regierung, Bundesmittel in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar eingefroren zu haben. Diese Mittel waren ursprünglich für die Unterstützung des Red Line Extension-Projekts und des Red-Purple Line Modernization-Projekts vorgesehen. In der Klageschrift wirft die CTA dem US-Verkehrsministerium vor, gesetzliche und regulatorische Anforderungen, einschließlich der Vorschriften zur Mittelaussetzung, nicht eingehalten zu haben.
Am 3. Oktober 2025 setzte das Office of Management and Budget des Weißen Hauses die Mittel für diese beiden Projekte aus, genau während der Haushaltssperre der Bundesregierung. Das US-Verkehrsministerium informierte Verkehrsbehörden am selben Tag, dass die Projekte überprüft würden, um die Nichtdiskriminierung des Finanzhilfeprogramms sicherzustellen. CTA-Beamte erklärten, die Behörde habe die Anforderungen des US-Verkehrsministeriums und der Federal Transit Administration im Zusammenhang mit dem Programm für benachteiligte Geschäftsunternehmen erfüllt, habe jedoch seit dem 10. Dezember 2025 keine weitere Kommunikation erhalten.
Die CTA betonte in einer Pressemitteilung: „Die langfristige Aussetzung bedroht den kontinuierlichen Fortschritt der Red Line Extension und der Red-Purple Line Modernization. Wenn die Mittel nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden, wird die CTA gezwungen sein, die Arbeiten an beiden Projekten einzustellen.“ Das Red-Purple Line Modernization-Projekt steht kurz vor dem Abschluss, während das Red Line Extension-Projekt noch im Gange ist. Nach seiner Fertigstellung wird es den Schienenverkehr um 5,3 Meilen nach Süden verlängern – von der 95th Street zur 130th Street im Far South Side von Chicago.
Dies ist einer der jüngsten Fälle, in denen Verkehrsbehörden die Bundesregierung verklagen. Die Metropolitan Transportation Authority hat ebenfalls die Trump-Regierung wegen Mittelaussetzung verklagt und den ersten Fall im Zusammenhang mit dem Hudson River Tunnel-Projekt gewonnen. Die Klage der CTA unterstreicht die Auswirkungen des Einfrierens von Bundesmitteln auf die Chicagoer Bahnprojekte, was den Infrastrukturausbau verzögern könnte.









