Fraunhofer-Institut nutzt Chitin-Abfälle zur Herstellung biologisch abbaubarer Verpackungsfolien
2026-04-02 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) hat eine Prozesskette entwickelt, um hochreines Chitosan aus chitinhaltigen Reststoffen zu gewinnen. Diese Chitin-Abfälle stammen aus Bereichen wie der Fischerei, der Insektenproteinproduktion und dem Pilzanbau und werden durch Bioraffination in wertvolle Materialien umgewandelt, die für nachhaltige Beschichtungen und transparente Folien verwendet werden. Aus Chitosan hergestellte Folien können als biologisch abbaubare Einwegverpackungen dienen und herkömmliche erdölbasierte Kunststoffe ersetzen, wodurch umweltfreundliche Anwendungen gefördert werden.Chitosan-Verpackungsfolie

Die Forschenden haben erfolgreich Chitin aus Insektenexoskeletten und Pilzmyzelresten extrahiert und schonende Extraktionsmethoden optimiert. Dr. Thomas Hahn erklärt: „Wir haben den Extraktionsprozess an verschiedene Quellen angepasst und die Trennschritte je nach chemischer Zusammensetzung angepasst.“ Diese Methode verwendet wässrige Medien oder Enzyme, um Verunreinigungen zu entfernen, bewahrt die Eigenschaften des Chitins und senkt gleichzeitig durch die Wiederverwendung von Lösungsmitteln und Reagenzien die Kosten, was die industrielle Umsetzbarkeit sichert.

Die Herstellung von Chitosan erfolgt durch Deacetylierung von Chitin. Die Forschenden haben die Reaktionsbedingungen abgemildert und die Ausbeute erhöht, wodurch sie Chitosan mit einer Reinheit von über 90 % aus Krabbenschalen, Pilzen und Insektenquellen produzierten. Dieses Biopolymer besitzt antimikrobielle, filmbildende und biologisch abbaubare Eigenschaften und eignet sich für Anwendungen in Wundauflagen, Kosmetika und Abwasserbehandlung. Hahn erläutert: „Die Elastizität und Transparenz von Chitosanfolien machen sie zur idealen Wahl für nachhaltige Verpackungen in der Lebensmittelindustrie.“ Darüber hinaus trägt die Nutzung lokaler Ressourcen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und internationalen Lieferketten zu verringern.

Im Projekt „Chitin[C8H13NO5] Shelter“ erkundet das Designteam SurrealLabor in Zusammenarbeit mit Fraunhofer die Anwendung von Chitosan in Textilien. Sie verwenden ein Spinnverfahren zur Herstellung von Chitosanfasern, die zu Stoffprototypen verarbeitet werden, um der Textilindustrie neue biobasierte Ressourcen bereitzustellen und die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Diese Forschung zeigt das Potenzial von Chitin-Abfällen im Bereich nachhaltiger Materialien und fördert umweltfreundliche Innovationen.

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