de.wedoany.com-Bericht: Die panamaische Regierung wird First Quantum Minerals voraussichtlich ermächtigen, die gelagerten Erze aus der stillgelegten Cobre Panamá-Kupfermine zu entfernen und zu verarbeiten. Laut dem „Panama Star“ sagte Handels- und Industrieminister Julio Moltó, die Regierung erwarte, spätestens von Montagnachmittag bis Dienstag eine Resolution zu erlassen, die es dem Unternehmen erlaube, das vor Ort gelagerte Material zu entnehmen und zu exportieren. Die Resolution wird den Verarbeitungsprozess für etwa 38 Millionen Tonnen Erz in Gang setzen, die vor der Einstellung des Betriebs im Jahr 2023 abgebaut wurden.
Die Cobre Panamá-Kupfermine war einst ein bedeutender Akteur im globalen Kupferangebot. Im Jahr 2022 förderte sie 350.000 Tonnen, was 1 % des weltweiten Angebots und 5 % des panamaischen BIP entsprach. Nach der Betriebseinstellung 2023 verblieben etwa 38 Millionen Tonnen gelagerte Erze auf dem Gelände. Den Planungen zufolge sollen diese Erze voraussichtlich 70.000 Tonnen Kupfer produzieren. Der Verkaufserlös aus dem Konzentrat könnte die Wartungskosten für 2026 decken, abhängig vom Fortschritt der regulatorischen Genehmigungen.
Der Verarbeitungsprozess soll innerhalb von drei Monaten nach Genehmigung beginnen und voraussichtlich ein Jahr dauern. Das Projekt wird 700 neue direkte Arbeitsplätze schaffen und indirekte Beschäftigung in Bereichen wie Logistik und Dienstleistungen fördern. Die bestehenden 1.600 Mitarbeiter von First Quantum Minerals werden an der Entfernung und Verarbeitung der Erze beteiligt sein.
Die panamaische Regierung hat bereits über 122.000 Tonnen Kupferkonzentrat aus der stillgelegten Mine gewonnen und durch den Verkauf fast 30 Millionen US-Dollar an Lizenzgebühren eingenommen. Diese Mittel flossen vollständig in öffentliche Infrastrukturprojekte. Gleichzeitig hat die Regierung einen 150-Megawatt-Generator vor Ort wieder in Betrieb genommen, der sowohl die Instandhaltung der Mine unterstützt als auch Strom in das nationale Netz einspeist.
Die Kontrolle von Umweltrisiken ist ein Kernaspekt für den Projekterfolg. Langfristig gelagerte Erze bergen die Gefahr der Bildung saurer Grubenwässer. Ihre Entfernung und Verarbeitung kann dieses Risiko verringern und das Abfallmanagementsystem stärken. First Quantum Minerals gab an, dass für den Verarbeitungsschritt geschlossene Technologien eingesetzt werden, um Staub- und Abwasseremissionen zu minimieren.
Das langfristige Schicksal der Cobre-Mine muss bis Juni entschieden werden. Die Regierung von Präsident José Raúl Mulino prüft die Machbarkeit einer Wiederaufnahme des Betriebs, einschließlich entscheidender Fragen wie Umweltverträglichkeitsprüfung, Konsultation der Gemeinden und internationale Investitionszusammenarbeit. Sollte das Projekt wieder aufgenommen werden, könnte die Jahreskapazität von 350.000 Tonnen Kupfer wiederhergestellt werden, müsste aber strengeren Umweltstandards und Bedingungen für die Verteilung von Gemeindenutzen entsprechen.
Als weltweit fünftgrößter Kupferproduktor ist First Quantum Minerals in Afrika, Südamerika und Europa tätig. Die Cobre Panamá-Mine ist eines seiner Kernvermögenswerte, in die seit der Inbetriebnahme 2019 über 6,5 Milliarden US-Dollar investiert wurden. Der Plan zur Verarbeitung der gelagerten Erze wird als wichtige Übergangslösung angesehen, um den finanziellen Druck des Unternehmens und den wirtschaftlichen Wandel Panamas zu bewältigen.
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