Italienisches Unternehmen Resilco errichtet in Busnago erste industrielle Abfallverwertungsanlage mit einer Recyclingquote von über 90 %
2026-05-23 17:46
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de.wedoany.com-Bericht: Die experimentelle Anlage des italienischen Start-ups Resilco Srl – Società Benefit in der Gemeinde Busnago hat ihren Betrieb aufgenommen. Diese Anlage ist die erste Einrichtung in Italien, die speziell für die Behandlung bestimmter alkalischer Industrierückstände konzipiert wurde. Sie überführt ein zuvor im Labor validiertes Verfahren in den halbindustriellen Maßstab und stellt damit einen entscheidenden Meilenstein im Industrialisierungsprozess des Unternehmens dar. Das Unternehmen wurde 2019 von David Callejo Munoz in Bergamo gegründet; Paolo Brazzo, Alessandro Panza und Marta Cecilia Pigazzini traten 2023 bei.

Die Technologie des Unternehmens dient hauptsächlich der Verwertung komplex zusammengesetzter Industrieabfälle, wie beispielsweise Flugasche aus der Müllverbrennung, Stahlschlacke aus der Eisen- und Stahlherstellung sowie Rauchgasreinigungsstäube aus der Keramik- und Glasindustrie. Das Verfahren basiert auf der Beschleunigung natürlicher Karbonatisierungsreaktionen, also chemischer Prozesse, bei denen unter Beteiligung von CO₂ Karbonate entstehen. Das System nutzt CO₂ als zentralen Reaktanten, um eine dauerhafte Immobilisierung der Schadstoffe im Abfall zu erreichen. Der Prozess läuft unter Umgebungsbedingungen hinsichtlich Temperatur und Druck ab und benötigt für einen einzelnen Zyklus nur eine relativ kurze Zeit, was eine erhebliche betriebliche Praktikabilität bietet.

Hinsichtlich der Leistungskennzahlen eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten für die Nachhaltigkeit der Umwandlung von Abfall in Ressourcen. Die Abfallverwertungsquote liegt bei über 90 %, wodurch eine direkte Deponierung vermieden wird. Die behandelten Industrierückstände werden in sekundäre Rohstoffe umgewandelt, die auf dem Baumarkt eingesetzt werden können, darunter kosteneffiziente und nachhaltige Füllstoffe und Bindemittel für die Herstellung von Mörtel, Beton, Gips, Harzen und Asphalt. Je nach Anwendungsszenario können diese Ersatzstoffe den Zementverbrauch um bis zu 30 % senken und so Emissionsminderungen bewirken.

CEO David Callejo Munoz betont, dass das Werk in Busnago die Validierung der Wirksamkeit dieses Modells unter realen Betriebsbedingungen ermöglicht und ökologische sowie ökonomische Kosten in nutzbare Ressourcen für die Bauindustrie umwandelt. Die derzeit dort durchgeführten Versuche zielen darauf ab, die offizielle Zertifizierung als „Ende der Abfalleigenschaft" (End of Waste) zu erhalten. Nach Erhalt der Materialzertifizierung wird das in Caponago (Bergamo) ansässige Start-up mit der Vermarktung replizierbarer Anlagenmodule beginnen, die direkt auf dem Gelände der Kundenunternehmen installiert werden können.

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