Louisiana-Koalition legt Hyundai Forderungskatalog für 5,8-Milliarden-Dollar-Stahlwerk vor
2026-05-23 17:38
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de.wedoany.com-Bericht: Die Koalition „Gute Nachbarn Louisiana" hat Hyundai eine Liste mit Forderungen für das geplante 5,8-Milliarden-Dollar-Stahlwerk in Donaldsonville sowie eine Stellungnahme beim Louisiana Department of Environmental Quality (LDEQ) vorgelegt. Darin wird bemängelt, dass das Unternehmen keine Schutzmaßnahmen gegen giftigen Staub während Transport und Bau eingerichtet hat. Zu den Vertretern der Koalition gehören die United Steelworkers (Distrikt 13), die NAACP (Louisiana State Conference), der Sierra Club Delta Chapter und die Sunrise Community Group. Während des Besuchs trat die Delegation mit Hyundai-Mitarbeitern in Kontakt, übergab die schriftlichen Unterlagen und ließ sich den Empfang bestätigen.

Dr. Angelle Bradford-Rosenberg, Vorsitzende des Sierra Club Delta Chapter, wies darauf hin, dass Hyundais eigene Analyse anerkenne, dass sich das geplante Werk in einer der am stärksten verschmutzten Gemeinden des Landes befinde – unter den oberen 4 Prozent. Das Projekt werde 2,4 Milliarden Dollar an öffentlichen Subventionen erhalten, doch wenn Hyundai keine sauberen Technologien einsetze und Materialhalden sowie Lastwagen nicht abdecke, drohten den umliegenden Gemeinden mehr Asthma-, Krebs- und chronische Erkrankungen. Yolanda Martin-Singleton von der NAACP Louisiana State Conference erklärte, Hyundai weigere sich, persönliche Gespräche mit den an das Stahlwerksprojekt angrenzenden Gemeinden zu führen. Diese Gemeinden seien überwiegend schwarz geprägt, viele Familien lebten dort seit Generationen und hätten klar gemacht, dass sie nicht umgesiedelt werden wollen, aber keine Zusicherung erhalten könnten, ob sie bleiben können oder gehen müssen. Jacob Horwitz, Organisator der United Steelworkers, sagte, die Koalition fordere Verhandlungen über eine Gemeinwohlvereinbarung, um sicherzustellen, dass die durch das Stahlwerk geschaffenen Arbeitsplätze sicher und existenzsichernd seien und den Bewohnern der nächstgelegenen Gemeinden zugänglich gemacht würden. Glenn Price, Präsident der Sunrise Community Group in Donaldsonville, ist der Ansicht, dass Hyundai noch viele Dinge nicht offengelegt oder schriftlich festgehalten habe. Wenn das Unternehmen ein Nachbar sein wolle, müsse es verhandeln und grundlegende Verantwortung übernehmen.

Die dem LDEQ vorgelegte und Hyundai persönlich überreichte Stellungnahme des Sierra Club führt aus, dass der Genehmigungsantrag des Unternehmens keine Maßnahmen zur Begrenzung von Lastwagen-Staubaufwirbelung und anderem giftigem Staub quantifiziere oder bewerte. Ohne Einhausung und Abdeckung werde giftiger Staub in die Lungen von Arbeitern und Nachbarn geweht und verursache schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen. Feinstaub im Staub könne Asthma und Lungenkrebs verursachen, Schlacken- und Zementstaub enthielten Giftstoffe, die das Nervensystem schädigen und irreversible Lungenvernarbungen hervorrufen könnten. Der Sierra Club hatte zuvor drei Stellungnahmen eingereicht, in denen er vor Problemen mit Hyundais Luftgenehmigungsantrag warnte; das LDEQ hat einer beschleunigten Bearbeitung zugestimmt. Der Club fordert das LDEQ auf, nach Veröffentlichung des Genehmigungsentwurfs eine angemessene Frist für öffentliche Stellungnahmen einzuräumen, und verlangt eine öffentliche Anhörung sowie eine Informationsveranstaltung.

Zu den früheren Stellungnahmen des Sierra Club zum Genehmigungsantrag gehört eine Analyse, die zeigt, dass Hyundai bis zu 2,7 Millionen Dollar monatliche Betriebskosten einsparen könnte, wenn das Unternehmen in der Endbearbeitung des Stahlwerks Strom anstelle von emissionsintensivem Methangas einsetzen würde. Gleichzeitig könnten die Treibhausgasemissionen um 39,5 Prozent, die smogbildenden Stickoxide (NOx) um 33,38 Prozent und die flüchtigen organischen Verbindungen um 25,2 Prozent reduziert werden. Der Einsatz von grünem Wasserstoff im Eisenreduktionsprozess könnte die Treibhausgas- und Verbrennungsemissionen weiter senken.

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