Indische Wissenschaftler erzielen Durchbruch bei der Herstellung von Wasserstoff und Olefinen durch Pyrolyse von Mehrschichtplastik
2026-04-09 09:36
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de.wedoany.com-Bericht: Das Indian Institute of Chemical Technology in Hyderabad hat eine Technologie zur Umwandlung von Mehrschicht-Kunststoffverpackungen entwickelt, die schwer recycelbare FMCG-Kunststoffverpackungen in sauberen Brennstoff, Kunststoffrohstoffe und Wasserstoff umwandeln kann. Diese Technologie zielt auf Mehrschicht-Kunststoffabfälle wie Snackverpackungen ab und nutzt einen kontrollierten katalytischen Pyrolyseprozess mit anschließender Aufwertung, um schwer zu behandelnde Abfallströme in die Brennstoff- und petrochemische Rohstoffkette einzubringen. Zu den Kernprodukten gehören Kunststoff-Pyrolyseöl, Ethylen, Propylen, Buten und Wasserstoff.

Diese Technologie zielt auf das Recyclingproblem von Mehrschicht-Kunststoffverpackungen ab. Solche Verpackungen bestehen typischerweise aus mehreren Schichten Polymeren, Aluminium und Additiven, die sich mit traditionellen Recyclingmethoden nur schwer trennen lassen. Das Forschungsteam sammelt, zerkleinert und komprimiert zunächst die Abfallverpackungen, bevor sie in einen speziellen Reaktor zur Hochtemperatur-katalytischen Pyrolyse ohne Sauerstoff eingebracht werden. Nach der Zersetzung des Kunststoffs entsteht Dampf, der nach Abkühlung und Kondensation zu Kunststoff-Pyrolyseöl wird. Dieses Öl ist dunkel und zähflüssig, hat einen hohen Schwefelgehalt und enthält Spuren von Metallen und Partikeln. Es kann in Energiesystemen wie Schiffskesseln verwendet werden.

Die Forschung blieb nicht beim Schritt der Pyrolyseölerzeugung stehen. Das Team fügte zwei weitere Prozesse hinzu: katalytisches Cracken und Dampfreformierung, um das Pyrolyseöl weiter in leichte Olefine und Wasserstoff umzuwandeln. Dabei dient das katalytische Cracken der Erzeugung von Ethylen, Propylen und Buten, während die Dampfreformierung zur Wasserstofferzeugung genutzt wird. Auf diese Weise sind Mehrschicht-Kunststoffverpackungen nicht länger nur Endabfälle, sondern können in drei Produktpfade eingebracht werden: Brennstoffe, Petrochemie und saubere Energie.

Dieses Verfahren wurde vom Team der Abteilung für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik des Instituts entwickelt, das Projekt wurde von Vinith Anya geleitet. Nach den Vorstellungen des Teams könnte dieses Modell dezentral in städtischen Abfallbehandlungsszenarien eingesetzt werden. Kleine Anlagen könnten etwa 1 Tonne FMCG-Kunststoffabfälle pro Tag verarbeiten, das erzeugte Pyrolyseöl würde dann zu zentralen Einrichtungen zur weiteren Verarbeitung transportiert. Der Originaltext erwähnt auch, dass die Kunststoffnachfrage in Indien mit einer jährlichen Rate von etwa 6 % wächst, während die Importe von fossilem Naphtha als Rohstoff um fast 19 % pro Jahr zunehmen. Vor diesem Hintergrund verknüpft diese Technologie Mehrschicht-Kunststoffverpackungen, Pyrolyseöl und Wasserstoff zu einem nutzbaren Pfad und bietet auch eine skalierbare Verfahrenslösung für die Behandlung von städtischen Kunststoffabfällen.

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