SWM München und NKT treiben das weltweit längste Supraleiterkabel-Projekt SuperLink voran
2026-04-21 09:16
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de.wedoany.com-Bericht: Die Münchner Stadtwerke (SWM) und der Kabelhersteller NKT haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit am Supraleiterkabel-Projekt „SuperLink“ fortzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, mit supraleitender Technologie eine etwa 15 Kilometer lange Hochspannungsverbindung in München zu errichten, die weltweit die längste ihrer Art werden könnte. Sie soll bei 110 Kilovolt bis zu 500 Megawatt Strom übertragen.Illustration des SuperLink-Projekts

Das supraleitende Hochspannungskabel nutzt Hochtemperatursupraleiter, die mit flüssigem Stickstoff auf etwa minus 200 Grad Celsius gekühlt werden, wodurch der elektrische Widerstand nahezu vollständig entfällt und ein hocheffizienter Stromtransport ermöglicht wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln benötigt es weniger Platz – laut SWM kann ein Supraleiterkabel bis zu fünf herkömmliche Kabel ersetzen. Zudem erzeugt es kein elektromagnetisches Feld und eignet sich daher gut für dicht besiedelte Stadtgebiete mit wachsendem Strombedarf, aber begrenztem Platz.

An dem Projekt sind auch das Industriegaseunternehmen Linde, der Supraleiterhersteller THEVA, die Fachhochschule Südwestfalen und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt. Es wird von der Bundesregierung über den Projektträger Jülich gefördert. SWM und NKT planen nun Verhandlungen und den Abschluss verbindlicher Verträge. Bei Umsetzung könnte München zu einem internationalen Vorreiter bei der Anwendung supraleitender Hochspannungskabel werden.

Die Technologie supraleitender Hochspannungskabel wird weltweit als Schlüssellösung für Engpässe in städtischen Stromnetzen gesehen. In Deutschland, Dänemark, den USA, Südkorea und Japan gibt es bereits Pilotprojekte, die meisten jedoch nur über kurze Strecken. Mit dem Voranschreiten von SuperLink schreitet München von der Forschung hin zum praktischen Netzbetrieb voran und hilft so, den wachsenden Strombedarf durch Elektromobilität und Digitalisierung zu decken.

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