de.wedoany.com-Bericht: Das britische Unternehmen für saubere Energie Global OTEC gab am Mittwoch bekannt, dass es auf den spanischen Kanarischen Inseln eine schwimmende Prototyp-Plattform offshore installiert hat. Es handelt sich um das erste System, das speziell dafür ausgelegt wurde, auf See kontinuierlich aus dem Temperaturunterschied des Meerwassers Strom zu erzeugen. Die Plattform befindet sich auf dem Testgelände der Kanarischen Inseln für Meeresplattformen (PLOCAN). Ingenieure haben die vertikale Meerwasseransaugleitung installiert und angeschlossen – ein Schlüsselelement zum Ansaugen von kaltem Wasser aus der Tiefsee und der komplexeste Teil des Systems.
Das Projekt mit dem Namen PLOTEC wird vom EU-Programm „Horizont Europa“ mit 3,5 Millionen Euro finanziert. Nach jahrelangen Simulationen und Tests in Wasserbecken werden die Forscher seine Leistungsfähigkeit in einer realen Umgebung bewerten, einschließlich seines Verhaltens unter offenen Meeresbedingungen und seiner Umweltauswirkungen. Die Meereswärmekraftnutzung erzeugt kontinuierlich Strom, indem die Temperaturdifferenz zwischen warmem Oberflächenwasser und kaltem Tiefseewasser eine Turbine antreibt. Da die Anlage direkt über der Tiefsee platziert wird, kann die Rohrlänge um etwa 80 % reduziert werden, was großflächige Systeme praktikabler macht.
Global OTEC weist darauf hin, dass viele tropische Inseln für ihre Stromerzeugung weiterhin auf importierten Diesel und Schweröl angewiesen sind, was teuer und instabil ist, während die Meereswärmekraft eine rund um die Uhr verfügbare, stabile Grundlaststromversorgung bieten kann. Das Unternehmen schätzt, dass mehr als 25 Gigawatt fossile Kapazität in tropischen Inselregionen durch solche Systeme ersetzt werden könnten. CEO Dan Grech erklärte: „Dies ist der Moment, in dem OTEC von der kontrollierten Umgebung in die reale Welt übergeht. OTEC kann modular erweitert werden und wird so zu einer reproduzierbaren Grundlaststromquelle.“ In der nächsten Phase plant das Unternehmen die Inbetriebnahme des ersten OTEC-Strommoduls in Hawaii, um die Zuverlässigkeit des Systems auf See und sein Skalierungspotenzial zu validieren.
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