Tschechische Bahn bestellt RegioPanter-Batteriezüge
2026-04-28 16:25
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de.wedoany.com-Bericht: Die Tschechische Bahn testet gemeinsam mit der Škoda-Gruppe im VUZ-Prüfzentrum Vělim die neuen batteriebetriebenen RegioPanter-Triebzüge (BEMU). Diese Tests dienen der Vorbereitung des im Juni 2024 unterzeichneten Auftrags im Wert von 143,7 Millionen Euro, der die Lieferung von 15 Neufahrzeugen umfasst und die Flotte der Tschechischen Bahn an batteriebetriebenen Elektrozügen in der Region Mährisch-Schlesien erweitert.

Die Vereinbarung umfasst 15 zweiteilige RegioPanter-BEMU der Baureihe 690 sowie einen 15-jährigen umfassenden Wartungsservice. Die neuen Züge ergänzen die bereits vier in Betrieb befindlichen Einheiten des gleichen Typs und erhöhen die Gesamtflotte in der Region auf 19 Züge. Die schrittweise Inbetriebnahme beginnt im Dezember 2024 für die neue Linie S7 (Ostrau – Tschechisch-Teschen – Friedeck-Mistek) und wird bis März 2027 für den Einsatz auf fünf Linien abgeschlossen.

Diese Beschaffung von Neubau-BEMU unterscheidet sich vom britischen Vorgehen, wo Hitachi Rail bestehende Fahrzeuge mit Batterieantrieb nachrüstet. Bei Versuchen im Jahr 2024 mit der Great Western Railway rüstete Hitachi einen fünfteiligen Intercity-Zug der Klasse 802 mit Batterieantrieb nach, sodass dieser bis zu 86 Kilometer rein batteriebetrieben zurücklegen konnte. Während die Tschechische Bahn in eine neue, maßgeschneiderte Flotte investiert, zeigt das Hitachi-Projekt eine alternative Kapitalstrategie, die auf die Aufrüstung vorhandener Anlagen setzt.

Dieser Auftrag unterstreicht den Trend im europäischen Verkehr, Regionalstrecken mit Batterie-Elektro-Technologie zu dekarbonisieren. Mit BEMU kann die Tschechische Bahn nahtlose Fahrten durch elektrifizierte und nicht elektrifizierte Abschnitte schaffen und damit Dieseltriebzüge sowie umständliche Umstiege überflüssig machen. Dies spiegelt einen pragmatischen Ansatz zur Erreichung der EU-Klimaziele wider, der bereits von mehreren europäischen Betreibern übernommen wurde.

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