Relativity Space-Tochtergesellschaft stärkt Kompetenzen im Bereich der additiven Fertigung
2026-04-29 11:53
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de.wedoany.com-Bericht: Horizon Manufacturing Technologies, ein Unternehmen von Relativity Space, und DEEP Manufacturing, die britische Niederlassung des Meerestechnikunternehmens DEEP, wandeln nun ihre jeweilige Fachkompetenz in der additiven Fertigung großer Metallbauteile in kommerzielle Dienstleistungen für Industriekunden um. Nach jahrelangen technischen Entwicklungen zur Lösung anspruchsvoller Fertigungsherausforderungen für Extremanwendungen bieten beide Unternehmen nun Produktionskapazitäten auf Basis der Lichtbogen-basierten additiven Fertigung (Wire Arc Additive Manufacturing, WAAM) an.

Additive Fertigung großer Metallbauteile

Relativity Space hat offiziell Horizon Manufacturing Technologies gegründet, um die für den Raketenbau eingesetzte robotergestützte Stargate-Abscheidungsplattform in der Luft- und Raumfahrt, der Energie- und der Schifffahrtsbranche anzubieten. Horizon betreibt eine rund 11.150 Quadratmeter große Anlage in Long Beach unter der Leitung von Quan Lac, einem ehemaligen Manager von Siemens Energy. Das Unternehmen zielt auf den Markt für große Metallgussteile ab und betont dabei die Flexibilität des Bauraumvolumens sowie vollumfängliche Fertigungskompetenzen. DEEP Manufacturing erhielt Ende 2025 die vollumfängliche Fertigungszulassung (Approval of Manufacture, AoM) von DNV für WAAM und zog die Eröffnung seines Werks in Houston auf Mai 2026 vor, um näher bei den Kunden in der US-Energie- und Unterwassertechnikbranche zu sein. Das Werk wird vier WAAM-Plattformen betreiben und Komponenten aus Kohlenstoffstahl und Nickelbasislegierungen mit einer im Vergleich zum traditionellen Guss dreimal schnelleren Lieferzeit produzieren.

„Houston ist ein bedeutender Schritt, um die industrielle additive Fertigung in den USA auszubauen", sagte Peter Richards, CEO von DEEP Manufacturing. „Indem wir unsere WAAM-Kapazitäten näher zu den Kunden in der Energie- und Schifffahrtsbranche bringen, können wir die Lieferzeiten für große, hochbelastbare Komponenten drastisch verkürzen und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten in kritischen Industriezweigen stärken."

Im WAAM-Bereich zeigen auch andere Unternehmen ein ähnliches Wachstum. Das australische Unternehmen AML3D erhielt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 Aufträge im Wert von etwa 16,5 Millionen AUD; sein ARCEMY-System wurde bereits an Newport News Shipbuilding ausgeliefert. Das italienische Unternehmen Caracol eröffnete seinen Hauptsitz in Nordamerika und schloss eine Series-B-Finanzierungsrunde über 40 Millionen USD ab, um sein Vipra-AM-System zu vermarkten. Das belgische Unternehmen ValCUN entwickelte ein Verfahren zur Schmelzmetallabscheidung (Molten Metal Deposition, MMD), das sich auf kleinere Aluminiumkomponenten konzentriert. Diese Beispiele zeigen, dass die drahtbasierte additive Metallfertigung den Schritt von der Pilotanwendung in die industrielle Anwendung vollzieht.

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