de.wedoany.com-Bericht: Das costaricanische Elektrizitätsinstitut (ICE) hat den Auftrag zum Aufbau eines 5G-Netzes an das schwedische Unternehmen Ericsson vergeben. Das Netz wird unter der Marke ICE Kölbi eingeführt und nutzt eine eigenständige Open-RAN-Architektur, die die Einbindung mehrerer Gerätehersteller ermöglicht. Nach Angaben von ICE soll der Netzausbau voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein, wobei die endgültigen Vertragskosten 100 Millionen US-Dollar unter dem ursprünglich geplanten Betrag von 250 Millionen US-Dollar liegen.

Das 5G-Netz wird unter der kommerziellen Marke Kölbi von ICE umfassend vermarktet. ICE rechnet damit, dass der gesamte 5G-Netzausbau innerhalb der nächsten 12 Monate vollständig abgeschlossen sein wird, sodass die Bevölkerung Costa Ricas dann die Mobilfunkdienste der neuen Generation nutzen kann.
Die Budgetkontrolle des Projekts ist ein besonderes Highlight dieses Vertrags. ICE-Präsident Marco Acuña bestätigte, dass die Gesamtinvestitionen in das Telekommunikations-Ökosystem, einschließlich des Transportnetzes und des Seekabels TAM-1, über 220 Millionen US-Dollar betragen. Die endgültigen Vertragskosten liegen damit um volle 100 Millionen US-Dollar unter dem ursprünglich geschätzten Budget von 250 Millionen US-Dollar, was einer Reduzierung um 40 % entspricht. Acuña bezeichnete dieses Ergebnis mit den Worten „Mit dem Wind segeln" und betonte, dass ICE während der aktuellen Regierungszeit die Ausschreibung für das 5G-Netz erfolgreich abgeschlossen habe. Er wies darauf hin, dass die Modernisierung des Telekommunikations-Ökosystems strikt dem 2023 erlassenen Cybersicherheits-Dekret entspreche.
In technischer Hinsicht wird das 5G-Netz eine eigenständige Open-RAN-Architektur (Open Radio Access Network) verwenden. Dieser Schritt befreit ICE von der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter und ermöglicht es, beim weiteren Netzausbau mehrere Gerätehersteller einzubeziehen, wodurch eine flexiblere, widerstandsfähigere und langfristig skalierbare Multi-Vendor-Umgebung geschaffen wird.
Auf dem heimischen Markt Costa Ricas holt ICE beim 5G-Ausbau beschleunigt auf. Zuvor hatte die Telekommunikationsregulierungsbehörde Sutel bereits im Februar 2025 landesweite 5G-Spektrumlizenzen an private Betreiber wie Liberty und Claro sowie regionale Lizenzen an mehrere Genossenschaften vergeben. Einige private Betreiber haben bereits 5G-Dienste gestartet. Die bisherigen 5G-Dienste von ICE waren vom Netz der Tochtergesellschaft Racsa abhängig, wobei die Nutzer Dual-SIM-Karten oder spezielle Geräte benötigten. Mit dem eigenen Netz können Kölbi-Kunden nun nahtlos 2G- bis 5G-Dienste auf einem einzigen Mobiltelefon nutzen.
Auf globaler Ebene spiegelt das Ergebnis dieser Ausschreibung auch den tiefgreifenden Einfluss der Geopolitik auf die 5G-Infrastruktur wider. Ein zuvor von der costaricanischen Regierung erlassenes Dekret schreibt vor, dass Anbieter von 5G-Netzausrüstung aus Ländern stammen müssen, die die Budapester Konvention unterzeichnet haben. Diese Maßnahme schloss den chinesischen Anbieter Huawei direkt von der Teilnahme aus. Aus von ICE veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass Huawei in der technischen Bewertungsphase aufgrund nicht erfüllter Compliance-Anforderungen ausgeschlossen wurde. Der endgültige Erfolg von Ericsson und Nokia markiert eine weitere Angleichung Costa Ricas an das westliche Lager beim Aufbau kritischer Kommunikationsinfrastruktur.
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