de.wedoany.com-Bericht: Der Ausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr des US-Senats verabschiedete am 14. April 2026 in Washington, D.C. einstimmig den „National Quantum Initiative Reauthorization Act" (S.3597). Zwei Wochen später, am 29. April, führte der Ausschuss für Wissenschaft, Raumfahrt und Technologie des Repräsentantenhauses eine vollständige Ausschussberatung über die Version des Repräsentantenhauses (H.R.8462) durch und verabschiedete sie mit überparteilicher Mehrheit. Das Gesetz befindet sich nun im Abstimmungsverfahren des gesamten Repräsentantenhauses. Beide Gesetzentwürfe zielen darauf ab, das 2018 verabschiedete und bald auslaufende „National Quantum Initiative Act" in erweiterter Form bis zum Haushaltsjahr 2034 neu zu autorisieren.

Die Übereinstimmung der Kernbestimmungen in den Gesetzentwürfen von Senat und Repräsentantenhaus übertrifft die bisherigen Erwartungen. Beide Kammern sehen einen Fünfjahres-Zeitraum für die Autorisierung vor und nehmen beide erstmals die Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde (NASA) in die gesetzliche Struktur der Nationalen Quanteninitiative auf, wobei der Schwerpunkt auf spezifischer Forschung in Bereichen wie Quanten-Satellitenkommunikation und Quantensensorik liegt. Die Version des Repräsentantenhauses sieht ein Gesamtbudget von etwa 3,8 Milliarden US-Dollar vor, die Senatsversion jährlich 85 Millionen US-Dollar für das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST) und 25 Millionen US-Dollar für die NASA. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht darin, dass beide Kammern die Einrichtung von bis zu drei NIST-Quantenforschungszentren fordern, die sich auf den Aufbau von Kapazitäten in den Bereichen Standards, Messung und Sicherheit konzentrieren. Das Energieministerium wird offiziell die Leitung einer abteilungsübergreifenden Arbeitsgruppe zur Quantenkommerzialisierung übernehmen, während das Verteidigungsministerium und die NASA jeweils spezielle Programme zur Förderung von Technologieprototypen und der Umsetzung von Missionen einrichten.
Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des Repräsentantenhauses, Brian Babin, erklärte nach der Verabschiedung, dass Quantentechnologie kein fernes Konzept sei, sondern eine grundlegende Fähigkeit, die die Zukunft von Computing, Kommunikation und nationaler Sicherheit prägen werde. Der nun verabschiedete Entwurf H.R.8462 wurde federführend vom Vorsitzenden des Energie-Unterausschusses, Randy Weber, eingebracht. Die sieben im Rahmen der Beratung des Repräsentantenhauses hinzugefügten Änderungsanträge zielen auf eine strenge Gesetzgebung in Bereichen wie Überprüfung der Lieferkettensicherheit, Verbot von Geräten aus Konkurrenzländern und Identifizierung von Kern-Quantenalgorithmen durch das NIST ab.
Die Senatsversion S.3597 wurde am 8. Januar 2026 überparteilich von den Senatoren Todd Young und Maria Cantwell eingebracht und hatte zum Zeitpunkt der Abstimmung bereits 18 Mitantragsteller. Cantwell betonte, dass Bundesinvestitionen entscheidend seien, um den Sprung von der Grundlagenforschung zu Quanteninnovationen und deren Anwendung zu beschleunigen; Young hob hervor, dass das Gesetz mit Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Ausbildung von Fachkräften die führende Position der USA im globalen Technologiewettbewerb sichern solle. Bei der Beratung im Senat wurden insgesamt acht Änderungsanträge angenommen, die unter anderem die Überprüfung der Lieferkette betreffen. Das ranghohe Mitglied des Repräsentantenhauses, Zoe Lofgren, wies darauf hin, dass Chinas Investitionen in Quantenforschung und -entwicklung im Jahr 2024 mehr als viermal so hoch waren wie die der USA, und bestätigte, dass die USA mit substanziellen Investitionen den Rückstand aufholen müssten.
Ein weiterer Fortschritt auf politischer Ebene kommt vom US-Energieministerium. Am 1. April 2026 ernannte das Energieministerium offiziell das Fermi National Accelerator Laboratory und das Goviwee National Laboratory zu den ersten Nationalen Zentren für Quanteninformationswissenschaft. Eine Investition von 800 Millionen US-Dollar wurde für die Bereiche Quantensensorik und Quantennetzwerke bewilligt, was eng mit der Stärkung der führenden Rolle des Energieministeriums bei der Quantenkommerzialisierung in beiden Gesetzentwürfen korrespondiert.
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