GXO Logistics aus den USA erzielt im ersten Quartal einen Umsatz von 3,3 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 10,8 % gegenüber dem Vorjahr
2026-05-11 17:06
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de.wedoany.com-Bericht: Der in Greenwich, Connecticut, USA, ansässige globale Kontraktlogistikdienstleister GXO Logistics hat seine Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 10,8 % auf 3,3 Milliarden US-Dollar, das organische Wachstum betrug 4,1 %, die Einnahmen aus Neugeschäft beliefen sich auf 227 Millionen US-Dollar und die Vertriebspipeline erreichte mit 2,7 Milliarden US-Dollar einen neuen Unternehmensrekord. CEO Patrick Kelleher sagte in einem Interview, dass dieses Wachstum teilweise auf die Übernahme von Wincanton und teilweise auf organisches Neugeschäftswachstum zurückzuführen sei, wobei 4,1 % auf Preisverbesserungen entfielen.

Kelleher erklärte, dass organisches Wachstum für GXO oberste Priorität habe, da es dazu beitrage, Arbeitsplätze und Karrieremöglichkeiten für die Mitarbeiter zu schaffen. Die Profitabilität in diesem Quartal stamme aus Produktivitätssteigerungen durch Robotik, künstliche Intelligenz und Automatisierung, wobei ein Teil der Vorteile an die Kunden weitergegeben und ein Teil vom Unternehmen einbehalten werde. Trotz geopolitischer Gegenwinde habe sich die Kundenaktivität nicht verlangsamt, und wirtschaftliche Faktoren wie Zölle könnten sich sogar als Katalysator für Veränderungen in der Lieferkette erweisen, was dem Geschäft des Unternehmens zugutekomme.

Zum offiziellen Start des Amazon Supply Chain Service in dieser Woche meinte Kelleher, dass Amazon in den Bereichen Luftfracht und Paketdienst ungenutzte Kapazitäten skaliert verkaufe, was sich auf die Marktpreise auswirken werde. Kontraktlogistik sei jedoch kein Kapazitätsgeschäft, sondern biete maßgeschneiderte Lieferkettenlösungen. Der globale Markt für Lieferkettenausgaben belaufe sich auf rund 500 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 30 % ausgelagert seien. Die neuen Aufträge, die GXO und seine Wettbewerber gewinnen, resultierten aus der Entscheidung von Unternehmen für Outsourcing statt Insourcing und beträfen weder Preisschocks noch Kapazitätsfragen. Der Eintritt von Amazon in den Kontraktlogistikbereich bedeute lediglich einen weiteren Wettbewerber, bringe aber keine strukturellen Vorteile mit sich.

In Bezug auf KI und Automatisierung erklärte Kelleher, dass GXO 45 Pilotprojekte mit humanoiden Robotern gestartet habe, bis zum Jahresende weitere Pilotprojekte plane und mit drei Anbietern zusammenarbeite. Er erwarte, dass humanoide Roboter in der zukünftigen Lagerumgebung eine wichtige Rolle spielen und voraussichtlich bis 2028 produktiv einsetzbar sein und eine Kapitalrendite erzielen werden. GXO IQ fungiere als Middleware-Schicht, die Betriebssysteme und operative Abläufe verbinde und es mehreren KI-Agenten ermögliche, zusammenzuarbeiten. Derzeit befinde man sich in einer frühen Phase des Hype-Zyklus.

Zur Wincanton-Transaktion sagte Kelleher, dass die Transaktion in Großbritannien ein Jahr lang von den Wettbewerbsbehörden blockiert worden sei. Seit dem zweiten Quartal des letzten Jahres habe sich die Integration beschleunigt, die Teams seien inzwischen vollständig integriert und die Integrationsziele für 2026 voraussichtlich erreichbar. Zukünftige Fusionen und Übernahmen würden sich auf Nordamerika sowie strategische vertikale Märkte wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Industrietechnologie und Biowissenschaften konzentrieren. Ab 2027 sei man auch für Übernahmen in Asien offen. Der aktuelle Verschuldungsgrad liege beim 2,5-Fachen, das Ziel sei, diesen bis zum Jahresende auf unter das 2-Fache zu senken.

Mit Blick auf den Rest des Jahres 2026 sagte Kelleher, dass sich das neue Führungsteam auf organisches Wachstum konzentriere. Die Neugeschäftspipeline sei im ersten Quartal auf 2,7 Milliarden US-Dollar angewachsen, und 40 % der Neugeschäftseinnahmen stammten aus B2B-Vertikalmärkten wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Biowissenschaften, Technologie und Industrie.

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