de.wedoany.com-Bericht: Das in Deutschland, Ulm, ansässige Quantentechnologieunternehmen NVision Imaging Technologies GmbH gab am 13. Mai 2026 den Abschluss einer Serie-B-Finanzierungsrunde über 55 Millionen US-Dollar bekannt, womit sich die Gesamtfinanzierung auf 120 Millionen US-Dollar erhöht. Die Runde wurde von Abbott als einzigem strategischen Investor angeführt, die Europäische Investitionsbank stellte ein Risikodarlehen in Höhe von 17 Millionen US-Dollar zur Verfügung, und bestehende Investoren wie Playground Global, Matterwave/b2ventures und Entrée Capital beteiligten sich weiterhin. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die offizielle Expansion vom Bereich der quantenverstärkten Sensorik in den Bereich des Quantencomputings an und stellte die neue photonisch integrierte Quantenschaltkreis-Architektur PIQC vor.
Sella Brosh, CEO und Mitgründer von NVision, erläuterte die Logik hinter dieser strategischen Expansion: Quantencomputer werden eine große Anzahl von Kandidaten-Wirkstoffhypothesen für derzeit schwer behandelbare Krankheiten generieren, während die POLARIS-Plattform die Rolle der schnellen In-vivo-Validierung übernimmt. Gemeinsam schließen sie die Rückkopplungsschleife zwischen Design und Realität. Peter Barrett, General Partner bei Playground Global, wies darauf hin, dass NVision die Art und Weise, wie Krebs entdeckt, diagnostiziert und behandelt wird, grundlegend verändert und dass dieselben molekularen Quantenfähigkeiten nun gleichzeitig das Design und die Testung neuer Therapien vorantreiben können.
Das Kernstück der neuen, von NVision vorgestellten PIQC-Architektur ist eine Klasse organischer molekularer Qubits, die während der Entwicklung von POLARIS entdeckt wurden. Diese Qubits arbeiten im Einzelphotonen-Emissionsmodus und unterscheiden sich grundlegend von traditionellen Qubit-Technologieansätzen. NVision hat diese molekularen Qubits in Form einer dünnen Schicht direkt auf photonische Chips integriert, wobei das gesamte Verfahren mit Standard-Halbleiterfertigungstechnologien kompatibel ist. Die PIQC-Plattform ist speziell für die Simulation komplexer Systeme und die Identifizierung von Wirkstoffkandidaten optimiert und bietet einen ingenieurtechnischen Pfad, der auf ersten Prinzipien für massiv skalierbare Quantenhardware basiert.
Das bestehende quantensensorische Produkt POLARIS des Unternehmens verzeichnet bereits klare Fortschritte bei der kommerziellen Einführung. Die Plattform nutzt Quantentechnologie, um das MRT-Signal von Stoffwechsel-Kontrastmitteln um mehr als das 10.000-fache zu verstärken und ermöglicht so Echtzeit-Bildgebung auf Standard-MRT-Systemen in Krankenhäusern. Dies erlaubt es Ärzten, das Therapieansprechen innerhalb von Stunden auf Basis der Krankheitsbiologie zu beurteilen, ohne auf morphologische Veränderungen warten zu müssen, die mit traditioneller Bildgebung erst nach Wochen oder Monaten sichtbar werden. POLARIS kann in einer Standard-Krankenhausumgebung betrieben werden, ohne auf spezialisiertes Quantentechnologie-Personal oder kryogene Infrastruktur angewiesen zu sein, die über die Bedingungen normaler medizinischer Einrichtungen hinausgeht. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Finanzierungsrunde sind POLARIS-Systeme bereits an weltweit führenden Einrichtungen wie dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center, der Radiologischen Abteilung der Universität Cambridge und der Technischen Universität München im Einsatz. Bis Ende 2026 sollen voraussichtlich insgesamt rund 20 Forschungs- und klinische Zentren in den USA, Europa und Asien in Betrieb sein.
NVision wurde 2015 von Quantenphysikern der Universität Ulm gegründet. Das Unternehmen erhielt zuvor eine Förderung der deutschen Bundesregierung in Höhe von 19,5 Millionen US-Dollar und schloss 2023 eine von Playground Global angeführte Serie-A-Finanzierungsrunde über 30 Millionen US-Dollar ab. Nach Abschluss dieser Serie-B-Runde über 55 Millionen US-Dollar beläuft sich die Gesamtfinanzierung auf 120 Millionen US-Dollar. Die Mittel werden verwendet, um die globale Einführung von POLARIS weiter voranzutreiben und die ingenieurtechnische Entwicklung der PIQC-Quantencomputing-Plattform zu forcieren.
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