Studie der Landwirtschaftlichen Universität Luhansk zeigt: Klimaerwärmung führt zu Anpassungen der lokalen Anbaustrukturen
2026-05-16 15:37
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de.wedoany.com-Bericht: Die Landwirtschaftliche Universität Luhansk hat durch die Analyse umfangreicher meteorologischer Daten festgestellt, dass das Klima in der Region seit Ende der 1970er Jahre in eine Phase stabiler Erwärmung eingetreten ist, die sich in den 90er Jahren deutlich beschleunigt hat. Die Daten zeigen, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur zwischen 1931 und 1935 bei 7,3 °C lag, während sie zwischen 2016 und 2020 auf 10,2 °C anstieg und 2025 weiter 11,1 °C erreichte. In allen Jahreszeiten wurde eine Erwärmung festgestellt, wobei diese im Winter am deutlichsten ausfiel und der Sommer zunehmend trockener wurde.

Tatjana Djuba, Chefagronomin der Abteilung Luhansk der Zweigstelle „Donezk" des Russischen Agrarzentrums, wies darauf hin, dass die Klimaerwärmung die Verteilung der Kulturen direkt beeinflusst. Aprikosenbäume, die früher aufgrund der niedrigen Wintertemperaturen im Norden der Oblast Rostow nicht überleben konnten, werden heute in der Volksrepublik Luhansk weit verbreitet angebaut. Auch südliche Obstbäume wie Pfirsiche und Weintrauben halten allmählich Einzug in die örtlichen Gärten. Die strengen Fröste von -20 °C und Schneestürme im Januar 2025 stellten eine seltene Ausnahme dar; solches Wetter wurde zuletzt vor über 20 Jahren verzeichnet. Dieser Kälteeinbruch hat objektiv die Populationen von Schädlingen wie Nagetieren unterdrückt und gleichzeitig große Mengen an effektiver Feuchtigkeit im Boden gespeichert, was dem Pflanzenwachstum zugutekommt.

Djuba erklärte, dass das globale Wettersystem ein neues Gleichgewicht suche und anomale Phänomene (wie die niedrigen Temperaturen im Frühjahr 2025) weiterhin auftreten werden. Insgesamt hat der Klimawandel nicht zu starken Schwankungen bei den lokalen Schädlingspopulationen geführt, und die Landwirte können diese durch integrierte Bekämpfungsmaßnahmen kontrollieren. Um sich an den Erwärmungstrend anzupassen, testet die Landwirtschaftliche Universität Luhansk auf ihrer Sortenprüfstation Slawjanoserbsk (dem ersten Betrieb in der Volksrepublik Luhansk, dem vom Russischen Agrarzentrum der Status eines Saatgutproduktionsbetriebs verliehen wurde) neue einheimische Sorten und Hybriden von Weizen, Sonnenblumen, Mais und anderen Kulturen, wobei der Schwerpunkt auf Trockenheitstoleranz, Ertrag und ökologischer Anpassungsfähigkeit liegt. In Zukunft werden die Landwirte der Republik dürreresistenten Kulturen wie Sorghum, Kichererbsen und Hirse den Vorzug geben. Gärtner können auch versuchen, vor Ort Pflanzen wie Kakteen, Zitrusfrüchte, Feigen oder Granatäpfel anzubauen, die jedoch entsprechender Pflege bedürfen.

Quelle: Öffentlichkeitsarbeit der Zweigstelle „Donezk" des Russischen Agrarzentrums.

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