Spanien führt 2028 eine verpflichtende Beimischungsquote für Biomethan ein, die bis 2035 auf 6 % steigen soll
2026-05-27 15:54
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de.wedoany.com-Bericht: Das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) hat kürzlich den Entwurf eines königlichen Dekrets vorgelegt, das durch die Einführung einer verpflichtenden Mindestbeimischungsquote für grüne Kraftstoffe (Biomethan) die Energielandschaft des Landes verändern soll. Der von der Staatssekretärin für Energie, Joan Groizard, vorgelegte Entwurf verpflichtet Erdgasvertriebsunternehmen und Direktabnehmer am Großhandelsmarkt, ab 2028 schrittweise konventionelles Erdgas durch Biomethan zu ersetzen, das aus Abfällen der Viehzucht und Landwirtschaft gewonnen wird, um die Abhängigkeit von ausländischen Märkten zu verringern und Schadstoffemissionen zu senken. Die öffentliche Konsultationsphase für diesen Entwurf läuft bis zum 11. Juni.

Gemäß dem im Entwurf festgelegten Zeitplan beginnt der verpflichtende Mindestanteil grüner Kraftstoffe am konventionellen Erdgashandel im Jahr 2028 bei 0,5 % und steigt jährlich an, bis er 2035 6 % erreicht. Die von der Nationalen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) und der nationalen Energieplanung gemeinsam verwalteten Nachfrageprognosen zeigen, dass dieser Anteil letztlich einer jährlichen Einspeisung von etwa 10 TWh grüner Kraftstoffe entspricht. Zur Validierung der Transaktionen müssen die beteiligten Unternehmen entsprechende Herkunftsnachweise vorlegen.

Offizielle Statistiken zeigen, dass sich die spanische Biomethanbranche beschleunigt entwickelt: Gab es 2021 landesweit nur eine einzige Betriebsanlage, so ist die Zahl bis Anfang 2026 auf 23 Anlagen gestiegen. Derzeit speisen 21 dieser Anlagen ihre Produktion direkt in das nationale Netz ein, mit einer Gesamtkapazität von 1,4 TWh. Das mittelfristige nationale Ziel besteht darin, bis zum Ende dieses Jahrzehnts durch biologische Zersetzungsprozesse eine Gesamterzeugung von 20 TWh zu erreichen. Der Regulierungsrahmen des Entwurfs stützt sich auf das Königliche Dekret 7/2026 vom 20. März, das auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten reagieren soll. Für Abweichungen oder eine nicht ordnungsgemäße Zertifizierung der jährlichen Zielvorgaben sieht das Sanktionssystem eine Einstufung als sehr schwerwiegenden Verstoß vor.

Beim verpflichtenden Anrechnungsbereich für grüne Kraftstoffe schließt der Entwurf ausdrücklich die Belieferung von GuD-Kraftwerken sowie den Energieverbrauch von KWK-Anlagen und Inselregionen aus. Der Bedarf des Verkehrssektors (Straße, Luft- und Seeverkehr) soll durch separate Rechtsvorschriften geregelt werden. Anlagen, die Produkte zur Erfüllung der Ziele liefern, benötigen eine Umweltverträglichkeitsbescheinigung, um den sozialen Nutzen im ländlichen Raum sicherzustellen. Die Lagerung und Verarbeitung lokaler organischer Abfälle ist entscheidend, um traditionelle Viehzuchtaktivitäten mit der regionalen Energieversorgung in Einklang zu bringen. Die Vorschriften verlangen strenge Audits, um die vollständige Rückverfolgbarkeit des sauberen Trägermediums von der Produktion bis zum Einspeisepunkt zu zertifizieren.

Der strategische Einsatz von Biomethan im aktuellen Netz sichert Millionen spanischen Verbrauchern Energiestabilität und den wirtschaftlichen Wandel.

Der Entwurf sieht zudem mehrere technische Änderungen vor, die darauf abzielen, die Nutzung bestehender Erdgaspipelines zu optimieren und den Anschluss von Aufbereitungsanlagen zu beschleunigen. Eine der wichtigsten Neuerungen besteht darin, Rückverstromungssysteme als integralen Bestandteil des Transportnetzes selbst zu betrachten und als finanzierbar einzustufen, sowie die Eigenschaften direkter Leitungen für den Ersatz brennbarer Gasarten festzulegen. Um Markttransparenz zu gewährleisten und Betrug vorzubeugen, sieht die Verordnung die sofortige Disqualifikation von Betreibern bei Verstößen vor und plant, die administrative Kontrolle durch einen neuen elektronischen Kanal zu verstärken. Die Neukonfiguration des Systems zielt darauf ab, die inländische Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Investoren in erneuerbare Energien Stabilität zu bieten. Der Entwurf wird vollständig durch EU-Richtlinien gestützt und zielt darauf ab, organische Nebenprodukte zu nutzen und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Die Verbreitung dieser Anlagen strebt eine geografische Ausgewogenheit an und fördert durch qualifizierte Beschäftigung die Bevölkerungsbindung in benachteiligten Regionen.

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