AshCycle-Projekt der finnischen Universität Oulu wandelt Asche in industrielle Rohstoffe um
2026-05-27 15:54
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de.wedoany.com-Bericht: Die finnische Universität Oulu hat im Rahmen des AshCycle-Projekts erfolgreich Asche in wertvolle industrielle Rohstoffe umgewandelt, darunter verschiedene Materialien wie Metalle, Nährstoffe und Mineralien.

Diese Asche stammt hauptsächlich aus Biomasse, Siedlungsabfällen und Klärschlamm und wurde bisher nicht ausreichend genutzt. Die Universität Oulu hat durch Forschung Methoden zur Rückgewinnung der darin enthaltenen wertvollen Materialien identifiziert, mit denen neue Produkte hergestellt und Geschäftsmöglichkeiten in der Kreislaufwirtschaft geschaffen werden können. Die zurückgewonnenen und veredelten Materialien können unter anderem im Bauwesen und in der Wasseraufbereitung eingesetzt werden.

Tero Luukkonen, außerordentlicher Professor der Forschungsgruppe für Faser- und Partikeltechnik an der Universität Oulu, weist darauf hin, dass Asche in der Regel deponiert und nicht ausreichend genutzt wird, obwohl sie reich an wertvollen Materialien wie Seltenen Erden ist, die in Europa nur begrenzt verfügbar sind. Er erwähnt zudem, dass die Deponierungskosten für Asche zwischen 100 und 500 Euro pro Tonne betragen und voraussichtlich weiter steigen werden, weshalb die Entwicklung neuer Nutzungsmöglichkeiten sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll ist.Ascheverwertungsprozess

Das AshCycle-Projekt wird von einem internationalen Konsortium aus 27 Organisationen, darunter die Universität Johannesburg in Südafrika, durchgeführt und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Abfallbewirtschaftung bis zur Materialnutzung ab. Im Projekt wurde eine Schlüsselstrategie entwickelt: der Aufbau einer industriellen und städtischen Kreislaufwirtschaftssymbiose zwischen Akteuren aus den Bereichen Energie, Abfall, Bauwesen und Wasserwirtschaft, bei der die Nebenprodukte des jeweils anderen genutzt werden.

Die entsprechenden Konzepte wurden an mehreren internationalen Pilotstandorten praktisch validiert, wobei Beton in Originalgröße und andere Anwendungsprodukte aus Asche hergestellt wurden. Umsetzungsbeispiele aus verschiedenen Ländern sind auf der Projektwebsite dargestellt.

Antero Kiljunen, Kreislaufwirtschaftsmanager des Abfallwirtschaftsunternehmens Kiertokaari, erklärt, dass im Projekt neuartige Baumaterialien aus Asche sowie Methoden zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe entwickelt wurden. So wurden in Finnland beispielsweise Betonfertigteile und Zuschlagstoffe für den Straßenunterbau produziert. Darüber hinaus hat der finnische Kooperationspartner der Universität Oulu, AI4Value, ein KI-gestütztes digitales Werkzeug entwickelt, mit dem das Nutzungspotenzial von Asche schnell bewertet und der am besten geeigneten Anwendung zugeführt werden kann, ergänzt Luukkonen.

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