Die Schweiz veröffentlicht Goldbeschaffungsstrategie mit Schwerpunkt auf Rückverfolgbarkeit und Aufbereitungsanlagen-Überwachung
2026-05-29 18:47
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de.wedoany.com-Bericht: Auf dem 16. Internationalen Bergbausymposium stellte die Schweizer Botschaft gemeinsam mit der Swiss Better Gold Association (SBGA) die „Swiss Better Gold Beschaffungsstrategie: Die Rolle der Aufbereitungsanlagen im handwerklichen und kleingewerblichen Goldbergbau (MAPE)" vor. Ziel ist es, die zentrale Rolle der Aufbereitungszentren bei der Förderung guter Praktiken, der Sorgfaltspflicht und der Vorantreibung der Formalisierung des Sektors zu untersuchen.

Der Schweizer Botschafter in Peru, Paul Garnier, wies während der Veranstaltung darauf hin, dass die Rückverfolgbarkeit von Gold zu einem entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und den Zugang zu internationalen Märkten geworden sei. Er betonte, dass Aufbereitungsanlagen eine wichtige Rolle bei der Straffung der Lieferkette und der Schaffung günstigerer Bedingungen für die MAPE-Integration spielen.

Olivier Demierre, Präsident der Swiss Better Gold Association, erläuterte das von der Organisation geförderte Modell, das konforme MAPE-Aufbereitungsanlagen und -Lieferanten durch technische Hilfe, Anleitung zur Sorgfaltspflicht sowie kontinuierliche Verbesserungen in den Bereichen Formalisierung, Gesundheit und Sicherheit sowie Umweltleistung unterstützt. Er wies darauf hin, dass das SBG-Modell eine pragmatische und skalierbare Lösung bietet, die die strategische Position der Aufbereitungsanlagen in der Goldwertschöpfungskette von MAPE bis zur Raffination nutzt.

In einer Podiumsdiskussion wies Sergio Samaniego, Generaldirektor von Minera Orex, darauf hin, dass die Formalisierung von MAPE weiterhin auf strukturelle Hindernisse stößt. Er erklärte, dass es den Bergleuten schwerfalle, sich zu formalisieren, weil das derzeitige System unzureichend sei, dem Staat die Kapazitäten für eine tatsächliche Formalisierung fehlten und es an Anreizen für Verbesserungen mangele.

Vanessa Hungerbuehler, Direktorin für Rechtsangelegenheiten und Compliance bei OCIM, wies aus internationaler Perspektive darauf hin, dass Aufbereitungsanlagen als Kontrollpunkte dienen können, um eine verantwortungsvolle Lieferkette zu gewährleisten. Sie erklärte, dass die Position der Aufbereitungsanlagen in der Lieferkette es ihnen ermögliche, Bedingungen zu überprüfen, Risiken zu identifizieren und Material aus illegalen oder nicht verantwortungsvollen Quellen auszuschließen und gleichzeitig den Bergleuten einen klareren Zugang zu formellen Märkten zu bieten.

Diana Culillas, Geschäftsführerin der Swiss Better Gold Association, betonte, dass die Rückverfolgbarkeit eines der Kernkriterien bei der Modellentwicklung sei, da sie es ermögliche, die Herkunft des Goldes zu kennen und die Sorgfaltspflichtpraktiken der Aufbereitungsanlagen über die Dokumentenkontrolle hinaus zu stärken. Sie erklärte, dass die Organisation nicht als Regulierungsbehörde auftrete, sondern Hilfe und technische Unterstützung anbiete.

Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die Rückverfolgbarkeit ein konkretes Instrument zur Stärkung der Formalisierung von MAPE in Peru sein kann.

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