de.wedoany.com-Bericht: Die Asociación de Proveedores Industriales de la Minería (APRIMIN) hat das dritte persönliche Treffen des Mining Club Programms 2026 abgehalten, bei dem mehrere Branchenführer über die strategischen Schlüsselfaktoren des aktuellen Bergbau-Ökosystems diskutierten. Die Veranstaltung wurde über ApriminTv ausgestrahlt und zog über 150 Teilnehmer an. Die Inhalte umfassten Innovation, Energiewende und betriebliche Transformation.
Paula Frigerio, Geschäftsführerin von APRIMIN, eröffnete die Veranstaltung und informierte über die jüngsten internationalen Aktivitäten des Verbandes, darunter die Expocobre-Messe in Lima, Peru, und die Expo San Juan Minera in Argentinien. Frigerio erklärte, dass APRIMIN auf der Exponor-Messe an den Ständen 1167 und 1168 im Goldpavillon vertreten sein wird und mehrere Branchenveranstaltungen sponsert und organisiert, darunter das Seminar „Kritische Rohstoffe: Globale Lieferketten und Chancen“, an dem der Verbandspräsident Ari Bermann teilnehmen wird.
Der Kern der Sitzung wurde von Rocío Fonseca, Mitbegründerin von Drei Ventures, moderiert, die einen Vortrag mit dem Titel „Von der Präsentation zum EBITDA: Wie man Innovationen innerhalb von Unternehmen beeinflusst und vorantreibt“ hielt. Fonseca stützte sich auf ihre Erfahrungen im Bereich Risikokapital und Innovation und lieferte Daten zu kulturellen und führungsbezogenen Faktoren, die die Umsetzung von Innovationsprojekten von der theoretischen Planungsphase zur Phase der finanziellen Rendite behindern. Sie wies darauf hin, dass disruptive Ideen oder digitale Prozesse, die nicht direkt das EBITDA eines Unternehmens durch Kosteneinsparungen, Produktivitätssteigerungen oder neue Einnahmequellen beeinflussen, auf dem Papier bleiben. Fonseca empfahl Bergbauunternehmen, durch Corporate Venture Capital die Zusammenarbeit mit Technologie-Startups zu verstärken, um so den Geschäftswert zu steigern.
Marcelo Vila Teichelmann, Business Development Manager für Bergbau und Metalle bei Siemens Energy Lateinamerika, analysierte auf der Konferenz die Herausforderungen der Stromversorgung in Chile. Er erwähnte, dass der Bergbauverbrauch im nächsten Jahrzehnt die prognostizierte Steigerung von 20 % übersteigen wird, und stellte die betrieblichen und kommerziellen Vorteile von vorgefertigten digitalen GIS-Umspannwerken (gasisoliert) vor, wie z. B. die e-house-Bauweise. Diese elektrischen Infrastrukturlösungen können die Kapitalausgaben und die Ausführungszeit um fast 30 % optimieren, gleichzeitig die Risikoexposition des Personals vor Ort verringern und die Auswirkungen extremer Wetterbedingungen auf die Betriebskontinuität reduzieren.
Ignacio Gaueca Martínez, Geschäftsführer von Emin, stellte auf der Konferenz die über 40-jährige Betriebsgeschichte des Unternehmens als Generalunternehmer für den chilenischen Großbergbau vor. Er präsentierte die angebotenen Fachdienstleistungen, darunter automatisierte Erdbewegungen mit GPS-Systemen, Hochleistungs-Geokunststoffe und HDPE-Auskleidungen. Emin reduziert den CO2-Fußabdruck der Branche durch den Einsatz der neuesten Generation hybrider Maschinen und zeigte den Einsatz der Talon 2000 (der weltweit größten selbstfahrenden Heißschmelzschweißmaschine) im Abdichtungsprojekt Cerro Isla in Calama.
Die Sitzung bestätigte erneut die Rolle von APRIMIN als verbindender Motor zwischen großen Industriezulieferern, um Geschäftskontakte und Zusammenarbeit zu stärken und so den Transformationsbedarf des Bergbaus in den Bereichen Digitalisierung, Energieeffizienz und betriebliche Nachhaltigkeit zu bewältigen.
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