Keysight Technologies führt Whiteboard-Funktion für HF-Design ein, um Fachkräftemangel zu begegnen
2026-06-02 11:01
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de.wedoany.com-Bericht: Keysight Technologies, Inc. (NYSE: KEYS) hat angekündigt, dass seine professionelle HF-Schaltkreissimulationssoftware (RF Circuit Simulation Professional) um eine ausführbare Whiteboard-Funktion für HF-Design erweitert wird. Diese ermöglicht es Ingenieuren, ihren Designprozess über ein visuelles Whiteboard zu erfassen und wiederzuverwenden. Die Funktion repliziert den Entscheidungsprozess des Ingenieurs und erfasst Simulationen, Optimierungen, Entscheidungsbäume und Designparameter, die auf früheren Analysen aufbauen. Jeder Schritt des Designprozesses generiert bearbeitbaren Python-Code, der in den Umgebungen von Keysights Advanced Design System (ADS), Cadence Virtuoso und Synopsys Custom Compiler gespeichert, geteilt und erneut bereitgestellt werden kann.

Die HF-Branche steht vor einer drohenden Fachkräftelücke. Die Beratungsfirma McKinsey prognostiziert, dass die Halbleiterindustrie bis 2029 88.000 Ingenieure benötigen wird. Im HF-Design ist die Herausforderung noch größer: Simulationsmethoden, die mehrere physikalische Bereiche umfassen, erfordern Jahre, um sie zu beherrschen, und wenn erfahrene Ingenieure das Unternehmen verlassen, geht oft entscheidendes Fachwissen verloren. Designteams kämpfen häufig mit ineffizienten Arbeitsabläufen, Simulationsengpässen und Wissensbarrieren.

Die professionelle HF-Schaltkreissimulationssoftware ermöglicht es Ingenieuren, Arbeitsabläufe auf einem visuellen Whiteboard oder in automatisch generierten Python-Skripten zu erstellen. Dabei werden Simulationen, Optimierungen und Designentscheidungen schrittweise ausgeführt, unterstützt durch entscheidungsbasierte Schleifen und Parametereinstellungen. Jeder Arbeitsablauf wird zu einer wiederholbaren Methode, die im Team geteilt, wiederverwendet und KI-gesteuert werden kann. Bisher manuell einzurichtende Design-Reviews und Tape-out-Schritte können nun automatisch ablaufen.

Nilesh Kamdar, General Manager von Keysight EDA, wies darauf hin, dass HF-Design-Know-how schneller aus der Branche abwandert, als es ersetzt werden kann. Das Simulationswissen erfahrener Ingenieure lasse sich nicht allein durch Dokumentation übertragen. Designteams hätten nun eine Methode, um Erfahrungen zu erfassen und in visuelle, ausführbare und wiederholbare Arbeitsabläufe umzuwandeln. Die daraus resultierenden strukturierten Daten und die zugrunde liegende Python-API seien der erste Schritt hin zu einem vollautomatischen, KI/ML-gesteuerten HF-Design.

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