Australisches Unternehmen Tasmea übernimmt Maxim für bis zu 254 Millionen AUD und erschließt damit den Expansionszyklus der elektrischen Infrastruktur von Rechenzentren
2026-06-02 14:38
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de.wedoany.com-Bericht: Am 2. Juni gab das australische Ingenieur- und Dienstleistungsunternehmen Tasmea bekannt, dass es einen Aktienkaufvertrag unterzeichnet hat, um 100 % der Anteile an der Maxim Group Australia und ihren Tochtergesellschaften zu erwerben. Der Gesamtkaufpreis beträgt maximal 254 Millionen AUD. Diese Übernahme wird es Tasmea ermöglichen, sein Elektrodienstleistungsgeschäft weiter auszubauen und direkt in die Märkte für australische Rechenzentren, Energieelektrifizierung, Energiespeicherung und Schienenverkehrsinfrastruktur einzusteigen.

Die Transaktion ist als „Vorabvergütung + erfolgsabhängige Vergütung" strukturiert. Öffentlich zugängliche Informationen zeigen, dass Tasmea bei Abschluss eine Vorabvergütung von 184 Millionen AUD zahlen wird, darunter 112 Millionen AUD in bar und Schuldenvereinbarungen sowie 72 Millionen AUD in Tasmea-Aktien. Die restlichen maximal 70 Millionen AUD werden als erfolgsabhängige Barvergütung zwischen dem Geschäftsjahr 2027 und 2029 basierend auf der Leistung von Maxim gezahlt. Der Abschluss der Transaktion wird um den 1. Juli erwartet und unterliegt noch üblichen Bedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigung durch die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission im Rahmen des neuen obligatorischen Fusionskontrollsystems.

Maxim ist ein Elektroinfrastruktur-Auftragnehmer im australischen Bundesstaat Victoria, der seit langem gewerbliche und industrielle Projekte betreut. Der Schwerpunkt liegt auf Rechenzentren, großen Batteriespeichersystemen, Schienenelektrifizierung und komplexen Elektroinstallationsarbeiten. Laut Marktberichten stammen derzeit etwa 55 % der Einnahmen von Maxim aus Rechenzentrumsprojekten, der Rest verteilt sich hauptsächlich auf industrielle Batteriespeicher- und Schienenelektrifizierungsprojekte. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter, führt etwa 30 aktive Projekte durch und verfügt über eine Projektpipeline von über 1,3 Milliarden AUD. Für Tasmea ist die Übernahme von Maxim keine gewöhnliche regionale Expansion, sondern ein direkter Vorstoß des Elektrobereichs in die Investitionskette für KI-Recheninfrastruktur, Cloud-Computing-Erweiterung und Netz-Elektrifizierung.

Rechenzentren sind der wichtigste industrielle Hintergrund dieser Transaktion. Australien verzeichnet in den letzten Jahren eine neue Investitionswelle globaler Cloud-Dienstanbieter, KI-Infrastrukturbetreiber und lokaler Rechenzentrumsunternehmen. Der Bau von Hochleistungsrechenanlagen in Städten wie Sydney und Melbourne nimmt stetig zu. Rechenzentrumsprojekte stellen hohe Anforderungen an Hochspannungs-Stromversorgung und -verteilung, Niederspannungsverteilung, redundante Stromversorgungssysteme, Kabelverlegung, mechanische und elektrische Installation, Prüfung, Inbetriebnahme und langfristige Wartung. Die Lieferfähigkeit von Elektroauftragnehmern beeinflusst direkt den Baufortschritt der Projekte. Die Kunden- und Projektbasis von Maxim im Bereich der Elektrotechnik für Rechenzentren wird Tasmea einen direkteren Zugang zum Bau von Recheninfrastruktur verschaffen und ihm helfen, sich von traditionellen Wartungs-, Inspektions- und Fachdienstleistungen hin zur Durchführung großer Elektroprojekte zu entwickeln.

Diese Übernahme überschneidet sich auch mit der australischen Energiewende und der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Batteriespeicher, Netzausbau, Integration erneuerbarer Energien und Schienenelektrifizierung erfordern umfangreiche Fähigkeiten in Elektroinstallation, Inbetriebnahme, Wartung und Hochspannungssystemtechnik. Tasmea hat in der Vergangenheit durch eine Reihe von Übernahmen sein Geschäft in den Bereichen Elektrik, Mechanik, Tiefbau, Wasserwirtschaft und Arbeitskräftelösungen ausgebaut. Mit der Integration von Maxim wird die nationale Elektro-Dienstleistungsplattform weiter gestärkt. Nach den Angaben der Transaktion wird für Maxim im Geschäftsjahr 2026 ein zugrunde liegendes EBIT von etwa 47 Millionen AUD erwartet. Die Bewertung der Transaktion entspricht etwa dem 5,4-fachen des erwarteten EBIT für das Geschäftsjahr 2026. Tasmea erwartet, dass die Übernahme ohne Berücksichtigung von Synergieeffekten den bereinigten Gewinn pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026 um etwa 31 % steigern wird.

Die weiteren Variablen konzentrieren sich auf behördliche Genehmigungen, Projektabwicklung, Personalintegration und die Umwandlung von Rechenzentrumsaufträgen. Die Projektpipeline von Maxim ist beträchtlich, aber große Rechenzentrums- und Speicherprojekte zeichnen sich oft durch lange Bauzeiten, hohe Kundenkonzentration, komplexe Bauabschnitte und schwankende Investitionsausgaben aus. Nach Abschluss der Übernahme muss Tasmea beweisen, dass es bei gleichzeitiger Skalierung die Projektmargen und die Cashflow-Qualität aufrechterhalten kann. Bei erfolgreicher Integration wird sich Tasmea von einer australischen spezialisierten Ingenieurdienstleistungsplattform hin zu einem Wettbewerber mit umfassenden Auftragsfähigkeiten in den Bereichen elektrische Infrastruktur für Rechenzentren, Energieelektrifizierung und große Infrastrukturprojekte entwickeln.

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