de.wedoany.com-Bericht: Die Lenzing AG hat ANDRITZ mit der Lieferung einer kompletten Entrindungs- und Hackschnitzellinie für ihr Zellstoffwerk in Österreich beauftragt. Diese dient der Modernisierung der für die Holzverarbeitung erforderlichen Infrastruktur zur Unterstützung der Produktion von Viskosezellstoff. Das Projekt soll im vierten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden.

Diese Modernisierung betrifft den Bereich der Zellstoff- und Faserherstellung, wo die Stabilität der Rohstoffaufbereitung direkten Einfluss auf Produktqualität und Prozesszuverlässigkeit hat. Die neue Anlage ist speziell für die Produktion von Viskosezellstoff ausgelegt und muss über eine effiziente Entrindung, kontrollierte Hackschnitzelqualität und zuverlässige Integration in bestehende Prozesse verfügen – Funktionen, die für die industrielle Automatisierung und Holzverarbeitungsanwendungen von entscheidender Bedeutung sind. Die Lenzing Group betreibt die Produktionsanlage und ist für die Integration der neuen Linie in den Fertigungsprozess verantwortlich. ANDRITZ wird das komplette Entrindungs- und Hackschnitzelsystem liefern und die detaillierte technische Planung, Beschaffung, Installation, Inbetriebnahme, Automatisierung, Elektrifizierung sowie die Instrumentierung und Steuerung übernehmen. Diese Zusammenarbeit vereint die betrieblichen Anforderungen von Lenzing an die Viskosezellstoffproduktion mit der Expertise von ANDRITZ in Holzverarbeitungstechnologie und integrierten Prozesssystemen.
Technisch ist die neue Linie für eine Verarbeitungskapazität von bis zu 400 Kubikmetern Rundholz pro Stunde ausgelegt und mit einem horizontal beschickten HHQ-Chipper (HHQ-Chipper) ausgestattet, der mit dem TurnKnife-System arbeitet. Dieses System optimiert die Hackschnitzelproduktion durch kontrollierte Messerverwaltung und einstellbare Betriebsbedingungen und reduziert gleichzeitig Holzverluste. Frequenzumrichter ermöglichen eine an die Verarbeitungsanforderungen angepasste Drehzahloptimierung des Chippers. Darüber hinaus umfasst das System eine hydrostatisch gelagerte Entrindungstrommel, die speziell für Anwendungen mit hoher Entrindungseffizienz entwickelt wurde; eine Rundholzwaschstufe entfernt vor der weiteren Verarbeitung losen Silikatstaub aus dem eingehenden Holz, was zum Schutz nachgelagerter Anlagen und zur Erhaltung der Hackschnitzelqualität beiträgt.
Die Anlage wird im Zellstoffwerk von Lenzing in Österreich installiert, die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Das Projekt umfasst eine vollständige Systemintegration mit mechanischen Anlagen, elektrischen Systemen, Instrumentierung und Steuerung, Prozessautomatisierung, Installation und Inbetriebnahme, um die Kompatibilität mit der bestehenden Produktionsinfrastruktur sicherzustellen. Die modernisierte Holzaufbereitungslinie zielt darauf ab, die Rohstoffausbeute zu verbessern und konsistentere Hackschnitzel für die Viskosezellstoffherstellung zu produzieren. Optimierte Entrindung, Hackschnitzelqualitätskontrolle und integrierte Automatisierung sollen einen stabilen Produktionsprozess unterstützen und gleichzeitig Rohstoffverluste reduzieren.
Dr. Rolf Yaldez, Werksleiter von Lenzing, erklärte: „Aufgrund unserer langjährigen Partnerschaft mit ANDRITZ haben wir uns für diese Lösung entschieden, da die Entrindungsleistung für unseren Prozess von entscheidender Bedeutung ist. Mit dieser neuen Linie investieren wir in Technologie, die uns hilft, Rohstoffe optimal zu nutzen und eine kontinuierlich hohe Produktionsqualität zu unterstützen.“
Das Projekt setzt die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen fort. ANDRITZ hatte Lenzing bereits 2003 mit einer kompletten Entrindungs- und Hackschnitzellinie beliefert; die aktuelle Installation umfasst den 200. HHQ-Chipper des Unternehmens.










