de.wedoany.com-Bericht: Das britische Unternehmen Space Solar und das US-amerikanische Unternehmen Lonestar haben bekannt gegeben, dass sie planen, gemeinsam das StarVault-Datenspeichermodul von Lonestar auf einem solarbetriebenen Raumfahrzeug zu hosten. Space Solar widmet sich dem Aufbau weltraumgestützter Solarenergie und großer, im Orbit montierter Stromstrukturen, die für die Orbitalwirtschaft erforderlich sind, während Lonestar bereits Daten auf dem Mond speichert.

Diese Zusammenarbeit vereint die beiden Konzepte der weltraumgestützten Datenspeicherung und der orbitalen Stromversorgung, um den größten Engpass im Bereich orbitaler Rechenzentren zu adressieren: die Stromversorgung. Derzeit liegt die praktische Leistungsobergrenze einsetzbarer Solarzellenarrays bei etwa 500 Kilowatt, wobei die technische Komplexität ab 200 Kilowatt drastisch zunimmt. Die modularen, im Orbit montierten Strukturen von Space Solar können saubere Orbitalenergie im Kilowatt- bis Megawattbereich sowie die Plattformfläche bereitstellen, die für die Hosting-Cluster verteilter Datensysteme erforderlich ist.
Die Zusammenarbeit definiert drei Kernarbeitsbereiche. Erstens die gemeinsame Technik: Beide Unternehmen werden gemeinsame Forschung betreiben, um das StarVault-Modul an den Betrieb auf dem Raumfahrzeug von Space Solar anzupassen und für größere Orbitalplattformen zu optimieren. Zweitens gegenseitige Datendienste: Die eigenen Missionen und Kunden von Space Solar werden von den sicheren Speicher- und Verarbeitungskapazitäten von Lonestar profitieren, wobei beide Seiten als Hosts und potenzielle Kunden füreinander fungieren. Drittens Multi-Orbit-Einsatz: Geplant ist das Hosting von StarVault-Modulen in niedrigen, mittleren und geostationären Erdumlaufbahnen, um eine verteilte, sichere Datenarchitektur aufzubauen.
Lonestar plant, als Mitnutzer an der ersten im Orbit montierten Demonstrationsmission von Space Solar – OSPREYBuilder – teilzunehmen, die derzeit für 2028 geplant ist. Ab 2030 ist eine Ausweitung auf größere, leistungsstärkere Hosting-Strukturen vorgesehen. Nachdem Lonestar von Systemen im Watt- und Kilowattbereich auf eine vollständige Konstellation erweitert wurde, könnten die Montagestrukturen von Space Solar in Zukunft Hunderte oder sogar Tausende von StarVault-Systemen hosten, die im Weltraum als eine einzige, vernetzte Architektur operieren.

Sam Adlen, Co-CEO von Space Solar, erklärte, dass Lonestar ein Pionier in der souveränen, ausfallsicheren Datenspeicherung im Weltraum sei und die Zusammenarbeit es beiden ermögliche, Kunden Dienstleistungen anzubieten, die keiner allein erbringen könnte. Chris Stott, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Lonestar, wies darauf hin, dass Lonestar eine orbitübergreifend vernetzte Konstellation von Tresoren aufbaue, für deren Skalierung Strom benötigt werde, und die Fähigkeit von Space Solar zur Montage im Orbit ein entscheidender Faktor sei. Beide Unternehmen planen die Einrichtung einer gemeinsamen technischen Arbeitsgruppe, um Pilotmissionsmöglichkeiten zu identifizieren und breitere Rahmen für Investitionen, Joint Ventures oder strategische Partnerschaften zu erkunden.
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