de.wedoany.com-Bericht: Am 27. Mai fand die Einführungszeremonie für neue Erztransportschleppkähne statt, die von der brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES) unterstützt werden. An der Zeremonie nahmen Luciana Costa, Direktorin für Infrastruktur und Klimawandel der Bank, gemeinsam mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva teil. Die Schleppkähne wurden auf der Juruá-Werft in der Metropolregion Manaus im Bundesstaat Amazonas gebaut.

Diese Schleppkähne sind Teil eines von der BNDES genehmigten Finanzierungsprojekts. Das Finanzierungsvolumen beträgt 3,2 Milliarden BRL (etwa 638 Millionen USD, Wechselkurs vom 2. Juni 2026). Die Mittel stammen aus dem Schifffahrtsfonds (FMM) und dienen der Unterstützung von LHG Logística Ltda beim Bau von 400 Schleppkähnen und 8 Schleppern. Diese Schiffe werden für den Transport von Eisenerz und Manganerz auf den Flüssen Paraná und Paraguay eingesetzt.
Bisher wurden insgesamt 1 Milliarde BRL (etwa 199,2 Millionen USD) an Finanzierungen ausgezahlt. Davon gingen 230 Millionen BRL (etwa 46 Millionen USD) an die Juruá-Werft, die bereits 27 der geplanten 128 Bergbauschleppkähne ausgeliefert hat. Weitere 51 befinden sich im Bau. Im gesamten Projekt wurden bereits 72 Schleppkähne ausgeliefert und sind in Betrieb.
Darüber hinaus befinden sich 98 weitere Schleppkähne und 6 Schlepper in verschiedenen Produktions- und Transportphasen. Diese Schiffe werden in den nächsten vier Jahren in vier inländischen Werften in den nördlichen und nordöstlichen Regionen Brasiliens gebaut und ausgeliefert. Ziel ist es, die brasilianische Schiffbauindustrie zu fördern und in diesen Regionen Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum zu schaffen.
BNDES-Präsident Aloizio Mercadante erklärte, dass die Bank durch diese Operation unter der Regierung von Präsident Lula die Beteiligung inländischer Unternehmen fördert, Schiffe unter brasilianischer Flagge einsetzt, die maritime Hilfsindustrie unterstützt, Arbeitsplätze schafft und das Binnenflusstransportsystem für den Transport von im Bundesstaat Mato Grosso do Sul produziertem Eisenerz stärkt. Im Vergleich zum Straßentransport werden die Treibhausgasemissionen um 95 % reduziert.
Das Erz wird in Corumbá (Mato Grosso do Sul) abgebaut, auf Schleppkähne verladen, 2.500 Kilometer auf dem Paraguay-Fluss flussabwärts transportiert und erreicht den Seehafen Nueva Palmira in Uruguay, wo es auf Hochseeschiffe verladen wird. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung der Paraguay-Paraná-Binnenwasserstraße für die regionale Integration zwischen Brasilien, Paraguay, Argentinien und Uruguay. Der inländische Abschnitt dieser Wasserstraße wurde in den von der Bundesregierung im Oktober 2023 angekündigten Allgemeinen Subventionsplan (PGO) aufgenommen und könnte in den kommenden Jahren in eine Konzession umgewandelt werden.
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