Spaniens Moeve und Magnon investieren 100 Millionen Euro, Biomasseanlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen
2026-06-03 14:35
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de.wedoany.com-Bericht: Moeve und Magnon investieren gemeinsam 100 Millionen Euro in den Bau einer Biomasseanlage in Palos de la Frontera (Provinz Huelva), um fossile Brennstoffe im Chemiewerk von Moeve zu ersetzen. Das Projekt soll Ende 2027 offiziell starten und voraussichtlich im Frühjahr 2031 vollständig in Betrieb gehen, mit einer kommerziellen Betriebsdauer von mindestens 15 Jahren.

Die Biomasseanlage befindet sich im Parque Energético La Rábida und hat eine thermische Leistung von 57 Megawatt. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die in den industriellen Destillationsprozessen des Moeve-Chemiewerks verwendeten Öle zu erhitzen, sodass die Produktionslinien für Phenol und Cumol vollständig auf traditionelle fossile Brennstoffe verzichten können. Das Kernziel des Projekts ist die Dekarbonisierung der derzeit mit Erdgas betriebenen Industrieöfen.

Der jüngste Jahreskongress des spanischen Verbands für erneuerbares Ammoniak (AEAR) legte Schlüsselstrategien für den Einsatz von erneuerbarem Ammoniak in der Industrie und der nationalen Seeschifffahrt fest, um neuen Herausforderungen zu begegnen.

Die gesamten Biomasse-Rohstoffe werden von Magnon aus seinem 25 Kilometer entfernten Verarbeitungszentrum geliefert. Die Quelle sind pflanzliche Rückstände aus den landwirtschaftlichen Flächen von Huelva, darunter Olivenbaumschnitt, Obstbaumreste sowie Material aus Wald- oder Gartenreinigungsarbeiten. Diese logistische Nähe gewährleistet eine kontinuierliche Rohstoffversorgung und geringe Transportauswirkungen auf die Umwelt und fördert gleichzeitig die Nutzung von zuvor aufgegebenen landwirtschaftlichen Nebenprodukten.

Das Projekt wird in der andalusischen Provinz beträchtliche Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Während der Bauphase werden etwa 150 direkte Bauarbeiter benötigt, gleichzeitig werden technische Dienstleistungen und Subunternehmen in der Umgebung gefördert. Nach dem regulären Betrieb der Anlage werden 50 feste Arbeitsplätze geschaffen, die Bereiche wie technische Überwachung, Gerätewartung und tägliche Betriebskontrolle abdecken. Offiziellen Schätzungen zufolge werden in der Bau- und Betriebsphase weitere 550 indirekte Arbeitsplätze entstehen, hauptsächlich in den Bereichen Transport, Feldarbeit und Logistik.

Maarten Wetselaar, CEO von Moeve.

Die andalusische Regionalregierung hat das Projekt in ihre Unidad Aceleradora de Proyectos (Projektbeschleunigungseinheit) aufgenommen und ihm absolute Priorität bei der Genehmigung eingeräumt. Diese Entscheidung basiert auf den hohen sozioökonomischen Auswirkungen des Projekts und zielt darauf ab, die regionale Energieautarkie durch die Nutzung lokaler erneuerbarer Ressourcen zu stärken. Offiziellen Angaben zufolge erfüllt die Initiative alle von der Regierung geforderten technischen Wachstumskriterien. Die Initiatoren Enciendetenergia und Moeve Chemicals haben die technische Machbarkeit des Ersatzes alter Systeme durch saubere Alternativen nachgewiesen. Das Projekt ist in den Plan de Acción CRECE Industria (bis 2027) aufgenommen, einen Rahmen, der Unternehmen in der andalusischen Gemeinschaft dazu anregt, Allianzen zu bilden, um die Wettbewerbsvorteile der Branche zu nutzen.

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