Saudi-Arabiens NEOM stoppt The-Line-Projekt, konzentriert sich auf Oxagon und investiert 3 Milliarden US-Dollar
2026-06-03 15:32
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de.wedoany.com-Bericht: Das saudi-arabische Unternehmen NEOM hat seinen Entwicklungsschwerpunkt verlagert und die Bauarbeiten an „The Line“ und dem Trojena-Projekt vorerst eingestellt, um sich stattdessen auf die Entwicklung der Hafenstadt Oxagon am Roten Meer zu konzentrieren.

Laut einem Bericht von Semafor wird dieser Strategiewechsel vom neuen CEO Aiman al-Mudaifer vorangetrieben, der von Kronprinz Mohammed bin Salman unterstützt wird. Die Arbeiten an The Line werden mindestens bis 2030 ausgesetzt, auch der Bau der Bergstadt Trojena wurde gestoppt. NEOM hat zugesagt, 3 Milliarden US-Dollar in Oxagon zu investieren; ein Zeitplan für die Fertigstellung der Stadt wurde noch nicht bekannt gegeben. Diese Neuausrichtung der Investitionen könnte mit der Schließung der Straße von Hormus zusammenhängen, da Oxagon eine Schlüsselrolle bei der Erschließung neuer Handelsrouten spielen könnte.

Oxagon ist eine achteckige schwimmende Stadt auf 40 Acres Fläche, die als Hafen- und Logistikdrehkreuz als „größte schwimmende Struktur der Welt“ bezeichnet wird. Bjarke Ingels Group wurde 2023 zum Generalplaner von Oxagon ernannt. Das New Yorker Unternehmen Andre Kikoski Architect baute im vergangenen Jahr in Oxagon ein Gewächshaus für NEOMs Lebensmittelunternehmen Topian. Die bereits verlegte physische Infrastruktur könnte für Rechenzentren umgenutzt werden.

Seit der Ankündigung durch den saudi-arabischen Kronprinzen im Jahr 2021 wurden die Pläne für „The Line“ erheblich reduziert. Ursprünglich stellte sich NEOM eine 105 Meilen lange Stadt für 1,5 Millionen Einwohner vor; bis 2024 sollten nur 300.000 Einwohner in einer 1,5 Meilen langen Stadt leben; nun wird erwartet, dass bis 2030 bis zu 100.000 Einwohner Platz finden. NEOM war auch in Kontroversen verwickelt; Berichten zufolge sind seit 2017 mehr als 21.000 Arbeiter aus Indien, Bangladesch und Nepal während der Arbeit an der Vision 2030 in Saudi-Arabien gestorben.

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