Indonesisches Umweltministerium plant Wassernutzungsverordnung gegen Bodenabsenkung zum 2. Juni 2026
2026-06-04 16:19
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de.wedoany.com-Bericht: Das indonesische Umweltministerium und die Umweltkontrollbehörde (KLH/BPLH) arbeiten an einer neuen Verordnung zur Wassernutzung (water farming), die Grundwassernutzer dazu verpflichtet, das entnommene Wasser durch Rückführung wieder aufzufüllen, um das zunehmende Problem der Bodenabsenkung in großen Stadtgebieten zu bekämpfen.

Umweltminister und Leiter der Umweltkontrollbehörde, Moh Jumhur Hidayat, kündigte diese geplante Politik am 2. Juni 2026 nach einem öffentlichen Vortrag an der Sultan-Agung-Islamischen Universität (Unissula) in Semarang an. Der Vortrag befasste sich mit dem Mega-Deichprojekt als Strategie gegen Küstenerosion und Sturmfluten an der Nordküste Zentraljavas.

Der Minister erklärte, Wissenschaftler hätten die übermäßige Grundwasserentnahme als einen der Hauptfaktoren für die Bodenabsenkung in indonesischen Großstädten identifiziert. Ohne eine Verbesserung des Grundwassermanagements könnten allein Infrastrukturprojekte wie der Mega-Deich das Problem nicht lösen. Viele Länder hätten bereits Mechanismen zur Regulierung der Grundwasserentnahme etabliert, doch Indonesien verfüge noch über keine umfassenden Vorschriften. Die vom Umweltministerium vorbereiteten Regelungen würden Überwachungsmechanismen und Sanktionen umfassen.

Wassernutzung bezeichnet eine Kreislaufwasserwirtschaftsmethode, bei der Regenwasser und Oberflächenabfluss gesammelt, gespeichert und zur Auffüllung der Grundwasservorräte wieder in den Boden versickert werden. Die geplante Verordnung zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und -anreicherung sicherzustellen, um Umweltrisiken zu verringern und die langfristige Wassersicherheit zu unterstützen. Der Minister erläuterte, dass eine unzureichende Rückführung nach der Entnahme zu einer raschen Erschöpfung des Grundwassers führen könne. Nach dem geplanten Rahmen müssten Privatpersonen, Unternehmen und Einrichtungen, die Grundwasser entnehmen, Wasserrückführungsmaßnahmen durchführen, anstatt zusätzliche Gebühren an den Staat zu zahlen. Das Prinzip laute: Das dem Boden entnommene Wasser müsse zurückgegeben werden, andernfalls führe die Entnahme direkt zur Bodenabsenkung.

Die geplante Verordnung sieht je nach Wassernutzungsmenge unterschiedliche Anforderungen vor. Wohngebiete und Bürokomplexe müssen Regenwassersammelsysteme installieren und Versickerungsanlagen wie Bioporen anlegen, um die Anreicherung zu erhöhen. Größere Nutzer wie Industriegebiete müssen möglicherweise Speicherinfrastruktur wie Stauseen, Auffangbecken oder künstliche Seen bauen oder in ausgewiesenen Gebieten eine Vegetationsdecke schaffen, um die Wasseraufnahme zu verbessern. Die Umweltbehörden werden die Einhaltung regelmäßig überwachen.

Moh Jumhur Hidayat betonte, dass der Schutz der Grundwasserressourcen für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts und die Verringerung des Risikos von Bodenabsenkungen, insbesondere in schnell wachsenden Stadtgebieten, von entscheidender Bedeutung sei. Er erklärte, dass der Schutz des Grundwassers im Wesentlichen dem Schutz des Ökosystems diene. Durch Wassernutzung könnten die Grundwasserressourcen geschützt, die ökologische Nachhaltigkeit gewahrt und die Gefahr von Bodenabsenkungen für künftige Generationen verringert werden.

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