Peruanisches Bergbauprojekt verkürzt Managementzyklus von 40 auf 15 Jahre
2026-06-05 08:35
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de.wedoany.com-Bericht: In Peru dauert es von der Exploration bis zur Inbetriebnahme eines Bergbauprojekts oft etwa 40 Jahre, was das Land zu einem der Märkte mit der längsten Entwicklungsdauer im Bergbausektor der Region macht. Laut Schätzungen des Peruanischen Wirtschaftsinstituts (IPE) entfallen fast 60 % dieser Zeit auf die Explorations- und Machbarkeitsstudienphase.

Während des 16. Internationalen Bergbauseminars wies Andrés Obrecht, Vizepräsident von Ausenco Perú, darauf hin, dass ein stärker integriertes Management bereits in der Frühphase diese Zyklen erheblich verkürzen und die Projektdurchführbarkeit verbessern könne. Ein gut gemanagtes Projekt könne in etwa 15 Jahren entwickelt werden, wobei Verzögerungen vor allem in der Anfangsphase auftreten, wenn noch wichtige technische, soziale und umweltbezogene Faktoren festgelegt werden.

Obrecht betonte, dass eine frühzeitige Kommunikation mit den Gemeinden einer der wichtigsten Faktoren zur Verkürzung des Zyklus sei. Die Projektverantwortlichen sollten den Aufbau guter sozialer Beziehungen priorisieren und durch Expertenberatung frühzeitig Vertrauen schaffen. Er schlug vor, die Gemeinden als Partner des Projekts zu betrachten, transparente und kontinuierliche Kommunikation zu pflegen, möglichst feste Ansprechpartner zu benennen und regelmäßig über Fortschritte zu informieren, um Unsicherheiten zu reduzieren. Darüber hinaus bleiben Genehmigungs- und Lizenzierungsverfahren eine der größten Herausforderungen für die Rentabilität von Bergbauinvestitionen. Laut Daten des Peruanischen Instituts für Bergbauingenieure (IIMP) können für die Entwicklung eines Bergbauprojekts 200 bis 400 Genehmigungen und Lizenzen erforderlich sein. Obrecht wies darauf hin, dass einige Länder bereits ein „One-Stop-Shop“-Modell eingeführt haben, das die verschiedenen Verfahren bündelt und an die zuständigen Stellen weiterleitet, wodurch der Prozess flexibler und effizienter wird. Sollte Peru ein ähnliches System einführen, könnte die Genehmigungszeit um die Hälfte verkürzt werden, so Obrecht.

Er fügte hinzu, dass eine frühzeitige solide technische Definition, insbesondere in den Bereichen Verarbeitungstechnologie, Tailings-Entsorgung und Infrastrukturdesign der Mine, ebenfalls von entscheidender Bedeutung sei. Nachträgliche Änderungen an den ursprünglichen Entscheidungen könnten neue Umweltprüfungen auslösen, was den Entwicklungszyklus erheblich verlängern und sogar eine erneute Umweltverträglichkeitsstudie erforderlich machen könnte, was dem Projekt mehrere Jahre hinzufügen würde.

Aus globaler Perspektive treibt die Bergbauindustrie ein stärker integriertes Entwicklungsmodell voran, das darauf abzielt, die Effizienz bereits in der Frühphase zu steigern und die langfristige Nachhaltigkeit zu verbessern. Obrecht erklärte, dass der Bergbau von Anfang an eine integriertere und kollaborativere Perspektive einnehmen müsse; Innovation zeige sich nicht nur in der Technologie, sondern auch in der Suche nach neuen Wegen der Planung, Kommunikation und frühzeitigen Entscheidungsfindung.

Im Rahmen desselben Seminars nahm María Paz Núñez, Vizepräsidentin für globale Projektdienstleistungen bei Ausenco, an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Den Weg für Geschlechtervielfalt und Gleichstellung im peruanischen Bergbausektor ebnen“ teil.

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