Neues Bergbaugesetz in Mosambik ab Juni: Staat hält 15 % Beteiligung und fordert lokale Verarbeitung
2026-06-05 10:02
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de.wedoany.com-Bericht: Der mosambikanische Präsident Daniel Chapo hat ein neues Bergbaugesetz unterzeichnet, das alle Bergbauunternehmen verpflichtet, dem Staat 15 % ihrer Anteile zu übertragen und Mineralien vor Ort zu verarbeiten, um die Kontrolle über strategische Ressourcen zu stärken.

Mosambik ist der drittgrößte Graphitproduzent der Welt. Graphit ist ein wichtiger Rohstoff für Elektrofahrzeuge und Energiespeicherbatterien. Das im Mai vom Parlament verabschiedete und am 3. Juni in der Regierungsmitteilung veröffentlichte Bergbaugesetz zielt darauf ab, die „Verwaltung strategischer Ressourcen zur Wahrung der nationalen Interessen“ Mosambiks zu stärken.

Teile des neuen Gesetzes lauten: „Der Staat hat über die National Mining Company (ENM) in allen Phasen der Wertschöpfungskette eines jeden Bergbauprojekts ein unentgeltliches, beigefügtes und nicht verwässerbares Beteiligungsrecht von mindestens 15 %.“ Es ist noch unklar, ob die neuen Vorschriften für bestehende Minen gelten, die größtenteils durch langfristige Vereinbarungen abgedeckt sind. Das Bergbauministerium hat sich zu dieser Angelegenheit noch nicht geäußert.

Damit reiht sich Mosambik in die wachsende Zahl afrikanischer Länder ein, die die Exportkontrollen für Rohstoffe verschärfen. Dazu gehören Simbabwe, der größte Lithiumproduzent des Kontinents, sowie die Demokratische Republik Kongo, der weltweit führende Kobaltproduzent und ein wichtiger Kupferlieferant. Ihr gemeinsames Ziel ist es, durch die Ressourcen größere wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Mosambik verfügt über eine der größten Graphitlagerstätten der Welt, die Mine Balama von Syrah Resources im Norden des Landes. Nach Angaben des United States Geological Survey sind China und Madagaskar die beiden größten Graphitproduzenten. Im Norden des Landes befindet sich auch die größte Rubinmine der Welt – die Mine Montepuez von Gemfields – sowie beträchtliche Kohlevorkommen, die zuvor Rio Tinto und der brasilianischen Vale gehörten.

Die neuen Vorschriften verbieten ausdrücklich die Ausfuhr von Roh- oder halbverarbeiteten Mineralprodukten, es sei denn, es liegt eine spezielle ministerielle Genehmigung auf der Grundlage eines genehmigten endgültigen lokalen Verarbeitungsplans vor.

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