de.wedoany.com-Bericht: Die nigerianische Dangote-Erdölraffinerie hat bei einem Leistungstest durch einen Prozesslizenzgeber die Rohölverarbeitung auf 700.000 Barrel pro Tag gesteigert und damit die Nennkapazität von 650.000 Barrel pro Tag übertroffen. Devakumar Edwin, Vizepräsident für Öl- und Gasgeschäfte bei Dangote Industries, erklärte am Donnerstag, dies sei Teil eines umfassenderen Plans, die Kapazität der Anlage innerhalb von 30 Monaten auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag zu erweitern, womit sie zu einer der größten Raffinerien der Welt werden könnte.
Die Raffinerie, die dem Milliardär Aliko Dangote gehört, begann 2024 mit der Kraftstoffproduktion und hat seitdem die Produktion von Benzin, Diesel und Flugkraftstoff schrittweise ausgeweitet. Die Produkte werden auf dem nigerianischen Inlandsmarkt angeboten und in afrikanische Länder sowie nach Großbritannien, Frankreich und die Niederlande in Europa exportiert, ebenso wie in die USA und nach Saudi-Arabien.
Vor dem Hintergrund globaler Versorgungsunterbrechungen aufgrund der Spannungen im Nahen Osten und der Suche afrikanischer Käufer nach zuverlässigeren Quellen ist die Dangote-Raffinerie zu einem wichtigen Lieferanten geworden. Laut Daten des Analyseunternehmens Kpler stiegen die Exporte von 168.000 Barrel pro Tag im Februar auf 353.000 Barrel pro Tag im April, wobei etwa die Hälfte in andere afrikanische Länder floss. Dieses Wachstum markiert eine bedeutende Expansion der größten Raffinerie Afrikas und zeigt ihren Aufstieg zu einem regionalen Lieferanten. Analysten warnen jedoch, dass es zu früh sei, um zu beurteilen, ob dieser Trend von Dauer ist, insbesondere da die Exporte im Mai auf 285.000 Barrel pro Tag zurückgegangen sind.
Mick Strautmann, Marktanalyst bei Vortexa, erklärte, man sehe eine deutliche Verschiebung hin zu regionalen Ressourcen, und der Anteil von Dangote an den afrikanischen Seetransporten von Kraftstoffen wachse stetig. CEO David Bird sagte am Dienstag, dass die Raffinerie aufgrund des steigenden Produktionsvolumens, das zunehmend die Aufmerksamkeit internationaler Rohöllieferanten und Rohstoffhandelsunternehmen auf sich ziehe, große Überschussbestände an Flugkraftstoff angehäuft habe und den globalen Markt beliefern könne.
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