de.wedoany.com-Bericht: igus hat die G4.42-Energiekettenserie für die Hallenkranbranche vorgestellt. Diese Produktreihe wurde speziell für Gleitanwendungen mit geringer Last und kurzen Verfahrwegen in Wagenkonstruktionen entwickelt und bietet Kernleistung bei gleichzeitiger Kontrolle der Anschaffungskosten.
Im Vergleich zur Standardbaureihe E4.42 ist die G4.42 etwa 19 % bis 25 % leichter. Ihre mechanische Struktur wurde jedoch neu gestaltet, beispielsweise durch die Umstellung von Nut-Feder-Verbindungen auf innenliegende und außenliegende Clip-Verbindungen. Dadurch wird das Material auf die kritischen Kraftangriffspunkte konzentriert, was eine nahezu identische Lastfestigkeit wie bei der E4.42 ermöglicht. Testergebnisse zeigen, dass die G4.42 bei einer Last von 2,5 kg/m, einem Verfahrweg von 30 Metern und einer Geschwindigkeit von 2 m/s bereits über 100.000 Doppelhübe ohne Ausfall absolviert hat. Die Serie hat eine Teilung von 100 mm, länger als die 67 mm der E4.42, und benötigt nur 10 Kettenglieder pro Meter. Dieses Design reduziert Reibungs- und potenzielle Verschleißpunkte sowie die Anzahl der Montageteile und die Ausfallrate. Darüber hinaus verfügt die G4.42 über breite Gleitflächen an den Seitenplatten, deren Kontaktfläche fast doppelt so groß ist wie die der E4.42. Dies senkt effektiv den spezifischen Druck, verlängert die Gleitlebensdauer und kann Probleme wie Ruckeln und Bruch durch Versatzfehler vermeiden.

Für anspruchsvolle Umgebungen wie hohe Staubbelastung verwendet igus das Material igumid G für die Kettenglieder. Diesem Material sind feine Feststoffschmiermittel gleichmäßig beigemischt, die während des Betriebs freigesetzt werden, um den Reibungskoeffizienten zu senken und einen Synergieeffekt mit der inhärenten Schmierfähigkeit von Graphitstaub zu erzielen. igumid G hat eine Shore-Härte von 79D (nach DIN 53505) und ein Elastizitätsmodul von ca. 7800 MPa (nach DIN 53457), wodurch es harte Partikel effektiv daran hindert, in die Materialmatrix einzudringen. In Kombination mit der Nut-Feder-Struktur der ungeraden und geraden Kettenglieder der E4.1-Serie sind die inneren Kontaktflächen der Energiekette glatt und die Kanten abgerundet, was Schäden an der Kabelaußenhülle durch „Schlammkuchen“ aus Zementstaub und Feuchtigkeit reduziert. In Umgebungen mit hohen Temperaturen und hohem Staubaufkommen, wie z. B. bei Elektrolyse-Aluminiumkränen, kann diese Lösung die Wartungshäufigkeit der Anlage verringern.


In stark korrosiven Umgebungen wie der Elektrolyse-Zink-Gewinnung empfiehlt igus die Verwendung von Energieketten aus modifiziertem igumid EG+. Dieses Material hat eine extrem niedrige Wasseraufnahme und kann verhindern, dass korrosive Medien wie Säurenebel und Salznebel in das Materialinnere eindringen. Dadurch wird vermieden, dass herkömmliche PA-Materialien aufgrund ihrer Hydrophilie und Anfälligkeit für saure Lösungen einen Abfall des Elastizitätsmoduls um 30 % bis 50 % sowie Erweichung und Verformung erleiden. In Anwendungen wie Elektrolyse-Zink-Kränen kann die Verwendung von Energieketten aus EG+ die Wartungsrate effektiv senken und die Anzahl und Dauer von Stillständen reduzieren.


Bei Anwendungen mit hoher Frequenz, hoher Geschwindigkeit und langen Verfahrwegen gewährleistet igus die Geradheit durch präzise Formsteuerung, eine Struktur mit ungeraden und geraden Kettengliedern sowie ein schwimmendes Kopfdesign. Die ungeraden und geraden Kettenglieder verwenden eine abwechselnde „innen-außen-innen-außen“-Struktur, die die durch einzelne Kettenglieder verursachten kleinen Ablenkkräfte begrenzt und das nichtlineare Wachstum von Fehlern unterbricht. Dies bietet eine hohe laterale Steifigkeit und gleicht Versatzfehler durch Schienenungenauigkeiten aus. Der schwimmende Kopf kompensiert Geradheitsfehler, die durch objektive Faktoren wie Montage, Bauarbeiten, Durchbiegung des Hauptträgers und Anlagenalterung verursacht werden, und reduziert so Verschleiß und die Wahrscheinlichkeit von Lockerungen der Befestigungselemente.

Im Bereich der Intelligenz hat igus das iSense intelligente Kunststoffsystem eingeführt, das mehrere Sensormodultypen umfasst. Das EC.P-System (Schub-/Zugkraftüberwachung) überwacht kontinuierlich die tatsächlichen Schub- und Zugkräfte während des Betriebs der Energiekette, indem es ein Paar Zugkraftsensoren an der Verbindungsstelle installiert. Sobald ein voreingestellter Wert überschritten wird, sendet es ein Stoppsignal an die Kran-SPS, typischerweise mit einer Reaktionszeit im Sekundenbereich. Das EC.B-System (Kettenbrucherkennung) verlegt einen Polymerfaden im Inneren der Energiekette, der mit Anfang und Ende verbunden ist. Wenn ein Kettenglied mechanisch bricht oder sich trennt, erfährt der Polymerfaden eine Überbereichsverschiebung, die das iSense-Modul auslöst, den elektrischen Signalkreis zu unterbrechen und so einen weiteren Betrieb der Energiekette zu verhindern. Das EC.W-System (Verschleißüberwachung) überwacht in Echtzeit die verbleibende Dicke über einen Mikrosensor, der in die innere Querstange am festen Ende integriert ist, und kann Wartungserinnerungen oder Stoppaktionen in verschiedenen Phasen auslösen. Das i.Cee-System (vorausschauende Wartung) kombiniert Sensoren, Software und das iSense-Modul, um die Lebensdauer dynamisch zu berechnen, den optimalen Wartungszeitpunkt zu bestimmen und so den Wandel von „Reparatur nach Ausfall“ zu „planmäßiger Wartung“ zu ermöglichen. Es bietet zudem Fernüberwachungs- und Langzeitdatenintegrationsfunktionen.

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