de.wedoany.com-Bericht: Revival Gold beschleunigt sein Mercur-Goldprojekt im US-Bundesstaat Utah mit dem Ziel, Anfang 2028 eine Bauentscheidung zu treffen. Das Unternehmen verfügt über Goldressourcen von insgesamt rund 6 Millionen Unzen, wobei die derzeitige Marktkapitalisierung nur etwa 30 US-Dollar pro Unze widerspiegelt – weit unter dem Bewertungsniveau produzierender Vergleichsunternehmen.

Das Mercur-Projekt liegt im Tooele County, Utah, erstreckt sich über 7.800 Hektar und verfügt über ein Carlin-Typ-Mineralisierungssystem. Der Untertagebergbau in dieser Region reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück; Barrick Gold betrieb hier zuvor Haufenlaugungs- und Aufbereitungsanlagen. Das Projekt bietet Brownfield-Vorteile: Vor Ort sind bereits Stromleitungen, asphaltierte Straßen und bestätigte Wasserquellen vorhanden, und der Flughafen Salt Lake City International ist in weniger als 60 Minuten erreichbar. Das Unternehmen plant einen ersten Abbau im Tagebau mit Haufenlaugung, der bei aktuellen Goldpreisen voraussichtlich jährlich 300 bis 350 Millionen US-Dollar an freiem Cashflow generieren würde.
Derzeit treibt das Unternehmen ein Bohrprogramm für 2026 mit rund 18 Kilometern voran, das Ressourcenerweiterung, geotechnische und kombinierte Bohrungen umfasst. Zwei Bohranlagen sind bereits in Betrieb, eine dritte steht kurz vor der Inbetriebnahme. In der metallurgischen Testphase befinden sich 20 Säulenlaugungsversuche im Laugungsprozess, um die Parameter der Haufenlaugungsrückgewinnung zu optimieren. Das Unternehmen plant, bis Ende des ersten Quartals 2027 eine vorläufige Machbarkeitsstudie (PFS) abzuschließen, gefolgt von einer vollständigen Machbarkeitsstudie, und Anfang 2028 eine Bauentscheidung zu treffen.
Das zweite Projekt des Unternehmens, Beartrack-Arnett in Idaho, hat bereits eine vorläufige Machbarkeitsstudie abgeschlossen und verfügt über ein aktives Tiefbohrprogramm. Dieses Projekt liegt auf Bundesland und unterliegt Genehmigungsverfahren des Forstdienstes, weshalb es in der Entwicklungsreihenfolge hinter Mercur rangiert. Das Management ist der Ansicht, dass dieser Vermögenswert in der aktuellen Marktkapitalisierung weitgehend nicht bewertet ist und für Anleger eine Option ohne zusätzliche Kosten darstellt.
Das regulatorische Umfeld für den US-amerikanischen Bergbau hat sich in den letzten drei Jahren wesentlich verändert. Die Novelle des National Environmental Policy Act (NEPA) von 2023 führte erstmals gesetzliche Fristen für Umweltverträglichkeitsprüfungen und Umweltfolgenstudien ein; die Exekutivanordnung „Freisetzung amerikanischer Energie“ von Präsident Trump erklärte Mineralien zu nationalen Sicherheits- und Wirtschaftsprioritäten; und das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA von 2025 im Fall „Seven Counties Infrastructure Coalition gegen Eagle County, Colorado“ bekräftigte den verfahrensrechtlichen Charakter der NEPA-Vorschriften. Debra Struhsacker, leitende Beraterin des Unternehmens, beschrieb diese Veränderungen als die günstigste Genehmigungsumgebung in den USA seit Jahrzehnten.
Die wichtigste Genehmigungsbehörde für das Mercur-Projekt ist die Utah Division of Oil, Gas, and Mining (DOGM), eine staatliche Behörde. Das Projekt befindet sich auf Privatland, sodass der Genehmigungsweg kürzer ist als bei Bundesland. Das Unternehmen hat mit Basisstudien begonnen und strebt an, die Bergbaugenehmigung bis Ende 2027 abzuschließen. Das Beartrack-Arnett-Projekt liegt in Idaho, wo das Silver Valley und das Coeur d'Alene-Becken im Norden des Bundesstaates zu den historisch ertragreichsten Silber-Gold-Revieren Nordamerikas gehören; Bergbauaktivitäten genießen dort politische und kulturelle Legitimität.
Das Unternehmensmanagement gab an, derzeit Fremdkapitalfinanzierungsoptionen als Teil der Kapitalstruktur für die Bauphase zu prüfen. Das Interesse an Eigen- und Fremdkapital für US-amerikanische Goldentwickler wird als außergewöhnlich stark beschrieben, was sowohl das Goldpreisumfeld als auch das strategische Interesse großer und mittlerer Produzenten widerspiegelt, die ihre US-amerikanische Inlandsproduktion ausbauen möchten. Das Unternehmen wird derzeit mit etwa 30 US-Dollar pro Unze Gold im Boden gehandelt, während produzierende Vergleichsunternehmen mit deutlich höheren Multiplikatoren bewertet werden. Das Management ist der Ansicht, dass sich diese Bewertungslücke mit der Erreichung von Entwicklungs-Meilensteinen zur Risikominderung schließen dürfte.
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