de.wedoany.com-Bericht: Japan hat ein zusätzliches Budget von 19,4 Milliarden US-Dollar genehmigt, um dem Inflationsdruck durch eine Unterbrechung der Öl- und Erdgasversorgung aus dem Nahen Osten entgegenzuwirken.
Laut einem Bericht von Bloomberg umfasst das diese Woche von Premierministerin Sanae Takaichi unterzeichnete Programm einen Reservefonds in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar, der speziell zur Kontrolle der Energiepreise durch zusätzliche Subventionen vorgesehen ist und zunächst zur Begrenzung der Benzinpreise an Tankstellen eingesetzt werden soll. Reuters zufolge wird das zusätzliche Budget vollständig durch Defizitfinanzierungsanleihen gedeckt. Die Regierung Takaichi vermeidet eine Erhöhung der gesamten Staatsverschuldung und setzt stattdessen auf höhere Steuereinnahmen und nichtsteuerliche Einnahmen.
Japan ist eines der am stärksten vom Nahostkrieg betroffenen Länder, da es stark von Energieimporten abhängig ist und die kriegsbedingten Unterbrechungen schwerwiegend sind. Ein großer Teil seiner Rohölimporte stammt aus dem Persischen Golf. Obwohl die USA als alternative Quelle zur Verfügung stehen, bleibt die vollständige Ersetzung dieser Importe eine Herausforderung. Die japanischen Rohölimporte gingen im April im Jahresvergleich um 66 % zurück, und die Mai-Daten könnten einen weiteren Rückgang zeigen. Laut Regierungsdaten brachen die Importe aus Saudi-Arabien um fast 58 % ein, während die Importe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten um 69,4 % einbrachen. Trotz der stark reduzierten Gesamtmenge an Rohöllieferungen machte der Nahe Osten im April immer noch über 90 % der japanischen Rohölimporte aus, nämlich 93,7 %.
Seit Ausbruch des Nahostkriegs hat Japan aktiv Rohöl aus alternativen Quellen gesichert und Vorräte aus den weltweit größten Reserven freigegeben. Die Freigabe der Reserven reichte jedoch nicht aus, um den Anstieg der Rohstoffpreise zu bremsen, was zu diesem zusätzlichen Ausgabenprogramm führte.
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