de.wedoany.com-Bericht: Die Korea Energy Agency (KEA) hat kürzlich einen Reformvorschlag vorgelegt, der vorsieht, das bestehende System der erneuerbaren Portfolio-Standards (RPS) durch einen staatlich geführten Auktionsmarkt zu ersetzen, um das Ziel Südkoreas zu erreichen, bis 2030 eine installierte Kapazität von 100 Gigawatt an erneuerbaren Energien zu installieren.

Die KEA weist darauf hin, dass der bestehende RPS-Rahmen mit mehreren Herausforderungen konfrontiert ist. In diesem Mechanismus sind große Stromproduzenten verpflichtet, erneuerbare Energien zu nutzen, aber viele Unternehmen neigen dazu, Zertifikate für erneuerbare Energien (RECs) zu kaufen, anstatt direkt in neue Projekte zu investieren, was zu einer zunehmenden Abhängigkeit von kleinen Entwicklungsprojekten, einer Verlangsamung des Ausbaus erneuerbarer Energien und steigenden Compliance-Kosten führt.
Um diese Probleme zu lösen, schlägt die KEA ein Auktionsmodell vor. Entwickler erneuerbarer Energien werden in staatlich organisierten Auktionen konkurrieren, und die Gewinner schließen langfristige Stromabnahmeverträge mit dem staatlichen Stromversorger Korea Electric Power Corporation (KEPCO) ab. Es wird erwartet, dass die langfristigen Vereinbarungen den Entwicklern stabile Einnahmen bieten, die Finanzierung erleichtern und die Umsetzung großer Projekte vorantreiben.
Die Reform passt auch die Teilnahmeschwelle für kleine Projekte an, die von 100 Kilowatt auf unter 1 Megawatt angehoben wird. Gemeinschaftlich betriebene Projekte für erneuerbare Energien erhalten exklusive Beschaffungskanäle, um die lokale Beteiligung zu fördern. Projekte mit mehr als 1 Megawatt werden ermutigt, über virtuelle Kraftwerkssysteme zusammenzuarbeiten, um die Effizienz und die Netzintegration zu verbessern.
Die KEA plant, strengere Anforderungen an öffentliche und private Stromerzeugungsunternehmen zu stellen, die ihre Verpflichtungen durch direkten Besitz oder finanzielle Investitionen in Projekte für erneuerbare Energien erfüllen müssen, anstatt sich nur auf den Kauf von Zertifikaten zu verlassen. Ab 2026 werden keine neuen Zertifikate für erneuerbare Energien mehr ausgestellt. Bestehende Zertifikate werden in Stromerzeugungsinformationszertifikate umbenannt, die nur zur Verfolgung und Überprüfung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verwendet werden, einschließlich der Überprüfung von RE100-Verpflichtungen.
Die KEA plant, die gesetzlichen Änderungen bis 2026 abzuschließen und den neuen Auktionsmarkt im Jahr 2027 zu starten. Die Behörde ist der Ansicht, dass die Reform die Kosten für erneuerbare Energien senken, die Beteiligung der Gemeinschaft fördern und die Entwicklung der heimischen Solar- und Windenergieindustrie unterstützen wird.
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