de.wedoany.com-Bericht: Lloyd's Register (LR), K Shipbuilding aus Südkorea, das Liberian International Ship & Corporate Registry sowie der spanische Saugsegel-Entwickler bound4blue (b4b) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam einen 50.000 Tonnen schweren mittelgroßen (MR) Tanker mit windunterstütztem Antriebssystem zu entwerfen.
Die Absichtserklärung wurde diese Woche auf der Posidonia Maritime Messe unterzeichnet. Gemäß der Vereinbarung werden die Partner gemeinsam die technischen und regulatorischen Fragen im Zusammenhang mit dem Design bewerten, einschließlich der Einhaltung der Klassifikationsvorschriften und der IMO-Anforderungen. Das Projekt zielt darauf ab, die Unsicherheiten bei der Einführung der WAPS-Technologie in zukünftigen Tankerdesigns durch Überwachung von Leistung, Sicherheit und regulatorischer Konformität zu verringern. In der Erklärung heißt es, dass die Kombination der Fähigkeiten der vier Parteien dazu beitragen werde, einen „strukturierten Weg" zu schaffen.
Daniel Mann, Chief Commercial Officer von bound4blue, zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit K Shipbuilding, Lloyd's Register und dem Liberian Register bei diesem gemeinsamen Entwicklungsprojekt. Er ist der Ansicht, dass Windantrieb für Werften zu einem wichtigen Bestandteil zukunftsorientierter Schiffsdesigns wird, insbesondere im Bereich der MR-Tanker. Durch die Einbringung ihrer Erfahrung und Fachkenntnisse in das Projekt könne man dazu beitragen, zu definieren, wie das eSAIL-System auf sichere, praktische und kommerziell wettbewerbsfähige Weise in das Neubau-Design von MR-Tankern integriert werden kann.
Alberto Pérez, Leiter des maritimen Geschäftsmarktes bei Lloyd's Register, wies darauf hin, dass die Vereinbarung das anhaltende Engagement von Lloyd's Register für die Dekarbonisierung der Schifffahrt durch praktische, skalierbare Lösungen widerspiegele. Durch die Unterstützung der Entwicklung von Tankerdesigns der nächsten Generation helfe Lloyd's Register Reedern und Betreibern beim Übergang zu einem kohlenstoffarmen Betrieb, während die kommerzielle Rentabilität erhalten bleibe.
Windkraft wird bereits von einigen Unternehmen eingesetzt, darunter Maersk Tankers, die fünf Schiffe nachgerüstet haben, sowie das in London ansässige Unternehmen Union Maritime, das Systeme in Neubauten installiert hat. Weitere Reeder, die die WAPS-Technologie im Tankerbereich einsetzen, sind Eastern Pacific und Marflet Marine.
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