Argentinien vergibt 25-jährige Baggerkonzession für den Paraná-Wasserweg an Jan de Nul
2026-06-06 10:37
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de.wedoany.com-Bericht: Die argentinische Regierung hat Jan de Nul NV und seinem lokalen Partner Servimagnus SA eine 25-jährige Konzession für die Vertiefung und Verbesserung des Paraná-Wasserwegs erteilt. Der Paraná ist die wichtigste Route für argentinische Agrarexporte. Das Projekt ist Teil der Strategie der Regierung von Javier Milei, Infrastrukturprojekte durch private Investitionen voranzutreiben, und erfordert schätzungsweise Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden US-Dollar. Jan de Nul, das seit den 1990er Jahren Baggerarbeiten auf dieser Wasserstraße durchführt, setzte sich bei der Ausschreibung gegen das Angebot der DEME Group NV durch.

Diese Wasserstraße verbindet die Mündung des Río de la Plata mit dem Exporthafenkomplex von Rosario und anderen Produktionsgebieten im argentinischen Landesinneren. Rund 80 % der argentinischen Getreide- und Ölsaatenexporte werden über diese Wasserstraße transportiert, und der Agrarsektor macht etwa 60 % der gesamten Exporte des Landes aus. Der Hauptbestandteil des Vertrags ist die Vertiefung der Fahrrinne nach Rosario, die den Tiefgang von 36 auf 40 Fuß erhöhen soll, sowie Studien zur Prüfung einer möglichen weiteren Ausweitung auf 44 Fuß. Falls dies realisiert wird, würde der größere Tiefgang eine Erhöhung der Verlademengen in den flussaufwärts gelegenen Häfen ermöglichen und die Notwendigkeit verringern, die Beladung vor der internationalen Fahrt an Atlantikterminals abzuschließen.

Die Konzession wurde nach einem jahrelang nicht abgeschlossenen Verfahren vergeben. Der vorherige Vertrag von Jan de Nul lief 2021 aus, doch die damalige Regierung konnte keine neue Ausschreibung abschließen, woraufhin das Unternehmen seine Tätigkeit durch befristete Verlängerungen fortsetzte. Die Regierung Milei hatte im vergangenen Jahr eine neue Ausschreibung vorangetrieben, die Pläne zur Erweiterung der Wasserstraße umfasste, doch das Verfahren wurde nach Einwänden wegen angeblicher Bevorzugung von Jan de Nul abgebrochen. Die Vergabe wird zudem von Vorwürfen über angeblichen chinesischen Einfluss auf das von Jan de Nul und Servimagnus angeführte Konsortium begleitet, was beide Unternehmen wiederholt bestritten haben. Die Modernisierung der Wasserstraße zielt darauf ab, in den letzten Jahren aufgetretene betriebliche Einschränkungen zu beheben, insbesondere während Dürreperioden, in denen Tiefgangsbeschränkungen und veränderte Fahrrinnenbedingungen zu höheren Logistikkosten, Verzögerungen bei der Verschiffung und Navigationsschwierigkeiten führten.

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