de.wedoany.com-Bericht: Marcelo Fraga, Geschäftsführer der Niederlassung Colonia der Firma Copagran, erklärte, dass die Aussaat von Raps und Carinata zu 70 %, die von Gerste zu 35 % und die von Weizen zu 25 bis 30 % abgeschlossen sei. Mit dem Ende der Sojaernte habe die Winteraussaat in den südlichen Regionen Uruguays begonnen, der Fortschritt sei jedoch aufgrund der klimatischen Bedingungen verlangsamt.

Fraga wies darauf hin, dass alle Aussaat abgeschlossen werde, der Fortschritt jedoch aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse langsam sei. Die auffälligste Veränderung in dieser Saison sei die Neuausrichtung der Anbauflächen hin zu Erstkulturen, insbesondere Mais, was Fraga als einen seit Jahren nicht mehr gesehenen neuen Trend in der Region bezeichnete. Er erläuterte, dass Doppelkulturen die Erzeuger in der Vergangenheit besser geschützt hätten, man jedoch seit langem keine so großflächige Verlagerung zu Erstkulturen mehr gesehen habe.
Dieser Wandel werde durch mehrere Faktoren angetrieben, darunter die Ertragsherausforderungen bei Winterkulturen, die Produktionskosten und die Gewinnschwelle sowie die potenzielle Bedrohung durch das El-Niño-Phänomen für die nächste Frühjahrs- und Sommersaison. Darüber hinaus habe die Anbaufläche für Futterpflanzen deutlich zugenommen, die Saatgutvermehrung von Klee, Hornklee (Lotus), Luzerne, Hafer, Weidelgras und Schwingel sei stark gestiegen. Fraga erklärte, dass die Erzeuger durch die Diversifizierung des Viehwirtschaftssektors gleichzeitig auf Fleischproduktion und Saatgutproduktion setzten.
Angesichts eines regenreichen Frühlings überlegten die Erzeuger bei der Auswahl von Futterpflanzen für die Grünland- oder Getreideproduktion, welche besser gegen Risiken gewappnet sei. Hinsichtlich des El-Niño-Phänomens zeigte sich Fraga zurückhaltend. Er wies darauf hin, dass genauere Vorhersagemodelle gerade erst aufkämen und von überdurchschnittlichen Niederschlägen ausgegangen werde, jedoch Unsicherheit über Intensität und Zeitpunkt bestehe. Wenn die Niederschläge im Frühjahr oder Ende des Jahres aufträten, sei die Situation völlig anders. Diese Unsicherheit sei einer der Faktoren, die die Erzeuger zur Diversifizierung und zur Verringerung des Engagements in einer einzelnen Kultur antreibe.
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