Brasilien erreicht 70 GW Solarstrom, fossile Energien kommen um 19 GW hinzu
2026-06-06 14:17
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de.wedoany.com-Bericht: Laut Daten des brasilianischen Solarverbandes (ABSOLAR) hat die Solarenergie in Brasilien seit 2012 kumuliert mehr als 115,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO₂) vermieden.

Canal Solar – Weltumwelttag: Solarenergie treibt Dekarbonisierung voran, doch Brasilien hält an fossiler Stromerzeugung fest

Die Solarbranche hat landesweit eine kumulierte installierte Leistung von über 70,3 Gigawatt erreicht, Investitionen von mehr als 313 Milliarden Brasilianischen Real angezogen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette über 2,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Der Beitrag der Solarenergie zur Energiewende Brasiliens wird durch die Daten deutlich.

Daten des Klimaobservatoriums (Observatório do Clima) zeigen, dass die Treibhausgasemissionen Brasiliens im Jahr 2024 den stärksten Rückgang seit 16 Jahren verzeichneten – den zweitgrößten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Das Land emittierte 2024 2,145 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent, ein Rückgang um 16,7 % gegenüber 2023. Unter Einbeziehung der Kohlenstoffsenken von Sekundärwäldern und Schutzgebieten betrug der Rückgang der Nettoemissionen 22 %.

Trotz des Emissionsrückgangs zeigt eine Untersuchung des Instituts für Energie und Umwelt (IEMA), dass die Stromerzeugung aus fossilen Wärmekraftwerken in Brasilien im Jahr 2024 im Jahresvergleich um 17 % zunahm und mit über 74 Terawattstunden das Niveau von 2023 übertraf. Das IEMA sieht in diesem Trend ein Warnsignal für die Zukunft des brasilianischen Strommixes. Die im März dieses Jahres durchgeführte Kapazitätsreserve-Auktion (LRCAP – Leilão de Reserva de Capacidade) vergab Aufträge für rund 19 Gigawatt neue Wärmekraftwerke, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und dem nationalen Verbundsystem (SIN – Sistema Interligado Nacional) zusätzliche Kapazitäten zu sichern. Diese neuen Kraftwerke könnten jährlich bis zu 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid emittieren – das entspricht den gesamten Emissionen des Bundesstaates Santa Catarina im Jahr 2024.

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