Exklusives Nutzungsrecht für Getreideschüttgutterminal in Alhandra an Iberol vergeben
2026-06-06 14:23
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de.wedoany.com-Bericht: Der Hafen Lissabon-Setúbal (Puerto de Lisboa-Setúbal) in Portugal hat der Iberol – Sociedade Ibérica de Biocombustíveis e Oleaginosas, SA das exklusive Nutzungsrecht für zwei Liegeplätze am Getreideschüttgutterminal Alhandra (Terminal de Graneles Alimentarios de Alhandra) in der Gemeinde Vila Franca de Xira gewährt.

Dabei wird das flussabwärts gelegene Grundstück Quinta da Figueira durch eine 40-jährige private Nutzungskonzession übergeben, das flussaufwärts gelegene Grundstück Quinta da Hortinha durch eine zehnjährige private Nutzungserlaubnis übertragen. Beide Regelungen entsprechen den wasserrechtlichen Vorschriften. Die Vergabe der Rechte wurde am selben Tag von beiden Seiten offiziell unterzeichnet, nachdem ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt wurde, Dritte kein Interesse bekundet hatten und die nationale Seeschifffahrtsbehörde (Autoridad Marítima Nacional) eine positive Stellungnahme abgegeben hatte.

Iberol plant umfangreiche Investitionen zur Modernisierung der Terminalinfrastruktur, zur Steigerung der Betriebskapazität und zur Förderung nachhaltigerer Lösungen für die Handhabung und Lagerung von landwirtschaftlichen Rohstoffen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem die Sanierung des Kais Quinta da Figueira durch die Verstärkung der Infrastruktur und die Installation neuer Entladeeinrichtungen, die mit einem Schwimmkran mit einer maximalen Kapazität von 600 Tonnen pro Stunde ausgestattet werden können; die Erweiterung der Lagerkapazität um über 50.000 Tonnen durch den Bau neuer Lagerhallen oder Silos; sowie die Implementierung automatisierter Systeme zur Steigerung der logistischen Betriebseffizienz. Darüber hinaus werden die bestehenden Silos einer Automatisierungsumrüstung unterzogen, einschließlich Temperatur- und Feuchtigkeitskontrollsystemen, Belüftungssystemen und optimierten Entladeprozessen. Im Bereich Nachhaltigkeit wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1159 kWp installiert, die den Eigenbedarf des künftigen Logistikzentrums und der zugehörigen Industrieanlagen decken soll.

Diese Investition wird zur Schaffung eines Vertriebszentrums für landwirtschaftliche Rohstoffe beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens Lissabon stärken und den verstärkten Einsatz von See- und Binnenschifffahrt in der Lieferkette fördern. Die Verlagerung von Straßen- auf Wassertransporte wird das umliegende Straßennetz entlasten und zur Reduzierung der transportbedingten Emissionen beitragen. Vítor Caldeirinha, Präsident der Hafenbehörde Lissabon-Setúbal (Puerto de Lisboa-Setúbal), erklärte, dass die Hafenbehörde durch die Vergabe dieser privaten Nutzungsrechte den Wert dieser strategischen Infrastruktur der Agrar- und Lebensmittelindustrie gestärkt habe und damit die Voraussetzungen für die Anziehung von Investitionen, die Steigerung der Hafenaktivitäten sowie die Entwicklung effizienterer und nachhaltigerer Logistiklösungen im Hafen Lissabon geschaffen habe.

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