de.wedoany.com-Bericht: Nach vorläufigen Daten belief sich der Nettoverlust russischer Kohleunternehmen im ersten Quartal 2026 (Januar bis März) auf 1,1 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 200 Millionen US-Dollar oder 20 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil der verlustbringenden Unternehmen stieg von 61 % im Vorjahreszeitraum auf 63 %. Insgesamt 62 Unternehmen verzeichneten anhaltende Verluste, von denen 20 die Produktion vollständig eingestellt haben, während die übrigen kurz vor der Stilllegung stehen.
Die anhaltende Verschlechterung der finanziellen Leistung der Unternehmen ist hauptsächlich auf mehrere negative Faktoren zurückzuführen. Bei den Transportkosten erhöhte die Russische Eisenbahn (RZD) die Tarife im Jahr 2025 um 13,8 %, weit über der offiziellen Inflationsrate von 5,6 %; im März 2026 wurde ein zusätzlicher Aufschlag von 1 % erhoben; für Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung um 8 % geplant, mit möglichen weiteren Indexanpassungen. Darüber hinaus setzen die Stärkung des Rubels und die anhaltend hohen Bankzinsen die Kohleproduzenten und -exporteure enorm unter Druck und erhöhen gleichzeitig die Schuldenlast der Unternehmen. Bis Ende 2025 belief sich die Gesamtverschuldung der Branche auf 180 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 51 Milliarden US-Dollar oder 40 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die russische Regierung beabsichtigt derzeit nicht, die Stundung der Mineralgewinnungssteuer (MET) und der Versicherungsbeiträge über April 2026 hinaus zu verlängern. Das russische Energieministerium prognostiziert, dass die Verluste der Kohleunternehmen des Landes im Jahr 2026 auf 7 Milliarden US-Dollar ansteigen werden, 27 % mehr als im Jahr 2025.
Im Jahr 2026 verschärfen sich die negativen Trends in der russischen Kohleindustrie aufgrund steigender Produktionskosten und der Aufwertung des Rubels weiter. Die hohen Eisenbahntarife und die begrenzte Infrastrukturkapazität der Eisenbahn in den östlichen Regionen belasten weiterhin die finanzielle Leistung der Unternehmen. Aufgrund der westlichen Sanktionen bleibt die Liste der Länder, in die Russland Kohle exportieren kann, begrenzt.
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