Geschäftsführer der britischen GRAHAM: Langfristige Infrastrukturinvestitionen für die Northern Powerhouse erforderlich
2026-06-06 15:35
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de.wedoany.com-Bericht: Stephen Hill, Geschäftsführer der GRAHAM Civil Engineering Company, äußerte sich kürzlich in einem Interview zur Initiative „Northern Powerhouse" und betonte, dass langfristige Investitionen in die Infrastruktur und regionale Zusammenarbeit der Schlüssel zur Neuausrichtung der britischen Wirtschaft seien. Hill wies darauf hin, dass die nördlichen Regionen etwa ein Fünftel der britischen Wirtschaftsleistung erbringen, jedoch seit Jahren unterdurchschnittliche Pro-Kopf-Investitionen in die Infrastruktur erhalten – ein Ungleichgewicht, das dringend behoben werden müsse.

Perspektive der Northern Powerhouse: Stephen Hill

Hinsichtlich der Fortschritte seit der Einführung der Initiative vor elf Jahren bewertete Hill die Entwicklung als ungleichmäßig. Die Pandemie, geopolitische Instabilität und Inflationsdruck hätten den Prozess verzögert. Zu den wichtigen Erfolgen zählten Investitionen in dezentrale Verkehrsnetze und die Wiederbelebung städtischer Gebiete. Die Umsetzung sei jedoch fragmentiert und auf einige Stadtzentren konzentriert, ohne die ländlichen, küstennahen und dünn besiedelten Gebiete des Nordens zu erfassen, die weiterhin mit erheblichen Anbindungsproblemen zu kämpfen hätten.

Zur Ernennung von Bürgermeistern in Metropolregionen erklärte Hill, dass diese eine klarere Führung und regionale Interessenvertretung böten, was zu einem einheitlichen Denken über Infrastrukturprioritäten beitrage und Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor fördere. Die jüngste Dynamik bei der „Northern Powerhouse Rail" zeige die Wirksamkeit regionaler Zusammenarbeit. Der Einfluss der Bürgermeister hänge jedoch von tatsächlichen Befugnissen und Finanzmitteln ab; eine stärkere Dezentralisierung der Kontrolle über Infrastrukturmittel würde Entscheidungen beschleunigen.

Zur wirtschaftlichen Erholung vertrat Hill die Ansicht, dass Bauwesen und Infrastruktur Wachstumstreiber seien. Die Produktion müsse gesteigert werden, um Arbeitsplätze zu schaffen, die Lieferkette zu stärken und private Investitionen freizusetzen. Die Umsetzung transformativer Programme wie der „Northern Powerhouse Rail" sowie die Verbesserung des Straßennetzes, der Wasserinfrastruktur und der lokalen Verkehrsanbindung würden Wachstumshemmnisse verringern und das Vertrauen der Investoren stärken. Hill betonte, dass Diskussionen in Taten umgesetzt werden müssten.

Zu den Prioritäten der Agenda wies Hill darauf hin, dass Qualifikationen an oberster Stelle stehen müssten. Die Branche müsse in Ausbildung und Lehrlingsprogramme investieren, um die nächste Generation für den Tiefbau zu gewinnen. Seit 2021 hätten die Projekte von GRAHAM über 31.000 Lehrlingswochen unterstützt, was 599 Vollzeitäquivalenten an Auszubildenden entspreche.

Zur Zusammenarbeit zwischen den Städten im Norden erklärte Hill, dass diese sich bereits deutlich verbessert habe. Initiativen wie die „Northern Growth Strategy" und der „Great Northern Partnership Approach" zeigten, dass regionaler Erfolg von kollektivem Handeln abhänge. Die Zusammenarbeit müsse jedoch über die großen Stadtregionen hinaus auf die breiteren lokalen Netzwerke ausgeweitet werden, die die Wirtschaft des Nordens stützen.

Zu den Vorteilen einer erfolgreichen Agenda für Unternehmen sagte Hill, dass der Erfolg Unternehmen wie GRAHAM langfristige Planungssicherheit biete, strategische Planung ermögliche, die Belegschaft erweitere, in Anlagen und Ausrüstung investiere und die Einführung digitaler Technologien und moderner Liefermethoden beschleunige. Eine stabile und sichtbare Pipeline von Infrastrukturprojekten werde Auftragnehmer und Zulieferer dazu bewegen, in Qualifikationen und Betriebskapazitäten zu investieren, was zu stärkeren und langfristigeren regionalen Lieferkettenpartnerschaften führe.

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